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AKTUELLES KAPITEL
Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

HANDLUNGSORT / UMGEBUNG
Unter der alten Eiche, Wäldchen am Rande des Weißwasser Sees, nahe der Kleinen Prärie
(Zur Karte)

TAGESZEIT / WETTER
frühe Morgenstunden / vom Sonnenaufgang orange gefärbte Schleierwolken am Himmel,
kühl, Tau auf den Gräsern, leichter Wind



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 Betreff des Beitrags: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 7. Juli 2016, 20:39 
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Status: Rat des Widerstands
Ablenkungsmanöver / hat geschrieben:
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Belohnung: 6 VP - 3 KP - 9 BP | wertvolles Wissen im Kampf gegen die Ska kann gewonnen werden

Handlungsort:
Unter einer alten Eiche, Wäldchen am Rande des Weißwasser Sees, nahe der Kleinen Prärie
(Für einen Blick auf die Karte HIER klicken)

Umgebung:
Die „alte Eiche“, wie sie umgangssprachlich nur genannt wird, ist ein Baum von beeindruckender Größe. Gerüchten zufolge hat sie schon mehr als tausend Winter gesehen. Ihr Blätterdach breitet sich weit in alle Richtungen aus und dicke Wurzeln schlängeln sich um ihren Stamm über den Waldboden, ehe sie in diesem verschwinden. Der Platz unter ihren Ästen wird seit der Flucht vom Silberfels zu verschieden Gelegenheiten genutzt. Hauptsächlich versammeln sich hier Einsatztruppen vor oder nach ihren Aufträgen für eine Einweisung bzw. Auswertung. Täglich finden hier Gespräche mit ranghohen Ratsmitgliedern statt, wobei der Rat selbst noch einen anderen Versammlungsort in der Nähe hat. Die alte Eiche steht inmitten eines kleinen Wäldchens in der Nähe des Weißwasser Sees. In Anspielung auf den verloren gegangenen Silberfels nennt man diesen Wald auch Silberhain, da hier die Entscheidungen des Rats getroffen werden, ein offizieller Name ist dies jedoch nicht. Allgemein wirkt der Wald schon sehr alt, viele Bäume haben atemberaubende Höhen erreicht und werfen lange Schatten. Durch eben diesen Schatten und die Nähe zum Wasser ist es auch an heißen Tagen meist noch angenehm kühl. In diesem Laubwald finden sich reichlich Sträucher und Büsche, kleinere Bäche und auch die üblichen, kleineren Beutetiere. An den wenigen Stellen, an denen das Sonnenlicht durchbricht, ist der Boden gesäumt von Wildblumen und Gräsern. Ebenso findet man moosbewachsene Felsen, hohle, absterbende Baumstämme, hier und dort wachsen Pilze und überall raschelt, summt und brummt es. Der Wald ist voller Leben.

Tageszeit / Wetter:
späte Morgenstunden / blauer, wolkenfreier Himmel, warm, schnell steigende Temperaturen, kaum ein Windzug, die Luft steht

Auftrag / Plot:

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Späher haben berichtet, dass einige Tiere am nördlichen Rand des Dunstwalds bei ihrer Flucht von Insekten eingekesselt wurden und sich in einem kleinen Tal mit nur wenigen Zugängen verschanzt haben. Bisher haben sie den Angriffen der Ska standhalten können, doch werden sie ohne ausreichend Wasser und Nahrung nicht mehr lange bei Kräften bleiben und diese Stellung halten können. Zwar hat sich der Großteil der Ska nach dem Fall des Silberfelsen wieder etwas nach Norden zurückgezogen, dennoch sind die verbliebenen Insekten zahlenmäßig immer noch zu viele, um sie einfach zu überwinden. Unsere Idee ist ein Ablenkungsmanöver, ein vorgetäuschter Angriff, der sie von dem Tal fort lockt. Ein Teil der Gruppe müsste diesen Angriff führen und die Umgebung im Vorhinein nach geeigneten Fluchtmöglichkeiten sondieren, um nicht selbst in eine Sackgasse und die Gefahr zu geraten, gefangen - oder schlimmer - getötet zu werden. Der andere Teil der Gruppe müsste den eingekesselten Tieren helfen, sollten nicht alle Ska auf dieses Manöver hereinfallen und einige zurück bleiben. Sollte es dann tatsächlich geschafft sein, die gefangenen Tiere aus ihrer misslichen Lage zu befreien, sollten diese zurück zum Rat begleitet werden, für den Fall, dass einige der abgelenkten Ska zu früh zurückkehren und den Flüchtenden in den Rücken fallen.

    Zusätzliche Informationen:
  • Die Zahl der eingeschlossenen Tiere wird auf ein Dutzend geschätzt, die der Ska auf doppelt so viele.
  • Das Tal ist zu 2/3 von Felshängen umschlossen und zu 1/3 von Dornendickicht.
  • Es gibt einen kleinen, zugewachsenen Tümpel, dessen Wasser allerdings kaum genießbar ist.
  • Einige der eingeschlossenen Tiere könnten verwundet sein. Die meisten sind sicherlich entkräftet.
  • Der Wald drumherum ist tückisch und gesäumt mit Felsen, plötzlichen Mulden und Hängen.
  • Nur zwei bekannte Pfade führen hinein in und hinaus aus diesem Tal.

Aktuelle Situation:
Drei Wochen sind seit dem Kampf gegen die Freien Wölfe und dem Aufstieg zur Begegnungsstätte der Adler vergangen. Und während der Reise unserer Gruppe, in der sie sich vielen Gefahren gestellt hat und ihrem Auftrag gefolgt ist, weit gen Süden vorzustoßen und neue Helfer für den Widerstand gegen die Ska zu gewinnen, fiel der Norden einem nie dagewesenen Angriff zum Opfer. All der Schrecken, von dem Nyphteq in ihrer Botschaft vom Rat berichtete als auch die Ereignisse, die Korvan mit eigenen Augen zu sehen bekommen hatte, waren nur der Beginn einer bitteren Niederlage des stolzen Bündnisses, das sich gegen die Insekten zusammengeschlossen hat.

Der Silberfels ist gefallen und mit ihm unzählige Tiere des Widerstands. Der Norden, die Weiten zwischen dem Schatten- und dem Abendrot Gebirge, sind von den Ska gnadenlos überrannt und vereinnahmt worden. Egal ob Jäger oder Beutetier, was nicht floh wurde getötet. Grasnarbe, Wettersturzhügel und auch Teile des nördlichen Dunstwalds gehören inzwischen zum von den Ska annektierten Terrain. Der Sturm, der die Gruppe im Süden heimgesucht hat und dann weiter nach Norden gezogen ist, hat Teile des östlichen Waldes in Brand gesetzt. Der Rauch des brennenden Geästs zog weit über die Schlachtfelder hinweg. Die tapferen Kämpfer, die am Silberfels zurückgeblieben sind, um eine Front gegen die heranstürmenden Heerscharen von Insekten zu bilden, wurden von diesem Rauch eingeschlossen. Lange haben sie standgehalten, um den schwächeren und schutzloseren Tieren die Flucht gen Süden zu ermöglichen, doch sie fochten einen aussichtslosen Kampf und der einst so stolze Silberfels, Herz und Symbol des Widerstands, die nicht einnehmbare Festung gegen die heranbrandenden Ska, erhielt in dieser Schlacht einen neuen Namen: Aschefels. Kaum ein Verteidiger überlebte diesen Tag und auf den einst so grünen Wiesen an den nördlichen Hängen, Heimat unzähliger Widerstandstiere, liegen die Kadaver ihrer Freunde und Familien als Aas für die Insektenlarven.

Am westlichen Rand des Dunstwaldes, direkt am Weißwasser See, haben sich die überlebenden Tiere versammelt. Alles was vom Widerstand geblieben ist. So manche sind verwundet, hungrig, die Augen vieler Tiere sind noch immer leer vom Verlust oder verzweifelt in Anbetracht der zurückliegenden Ereignisse. Es herrscht Hunger, Unsicherheit und auch Unruhe innerhalb des Bündnisses. Doch in vielen Tieren regt sich auch Entschlossenheit. Auch der Rat hat einige Tiere verloren, doch er existiert noch. Die Niederlage war hart und hat der Welt gezeigt, welch Ausmaß an Bedrohung die Ska für alle Lebewesen darstellen. Wie, wenn nicht gemeinsam, soll man sich dieser Gefahr stellen? Und so werden die nächsten Schritte geplant und kaum eine Idee um gegen die Ska vorzugehen scheint zu verrückt, um in Betracht gezogen zu werden.

Unsere Gruppe war, nachdem sie die verwundete Nyala bei ihresgleichen im Dunkelholz abgeliefert hatte, von Nyphteq in die Heimat zurückgeführt wurden und hat sich inzwischen selbst einen Eindruck von der verheerenden Situation vor Ort machen können. Sie wurden geschont, bekamen Zeit ihre Wunden zu lecken, nach ihren Freunden und Familien zu sehen und zu regenerieren. Thalia hat sich eine ganze Weile bei Zach aufgehalten, ehe dieser, inzwischen als festes Leittier einer anderen Gruppe etabliert, zu einer neuen, eigenen Mission aufgebrochen ist. Auch einige andere, altbekannte Gesichter konnte man antreffen. Khiran, Enapay, Keshnu, Jarvis. Ein jeder mit neuen, offiziellen und inoffiziellen Aufgaben betreut, unterstützen sie weiterhin den Widerstand. Zudem hatte die Gruppe Gelegenheit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und als Einsatztrupp enger zusammenzuwachsen. Selbst Nyphteq, die eher verschlossene und zurückhaltende Puma, hat sich in den vergangenen Wochen mit der Gruppe akklimatisiert. Und sie war nicht die Einzige. Vor zwei Tagen ist die weitestgehend genesene Nyala, von ihrem Alpha als Unterstützung ausgesandt aber auch in Gedanken unseren Freunden nachhängend, im Norden eingetroffen und hat sich der Gruppe als neue, feste Gefährtin angeschlossen. Sayblee ist nach ihrem Wiedersehen mit den anderen am Weltenend bei der Gruppe geblieben und verbringt ihre Tage nun wieder in Gesellschaft vertrauter Tiere. Und nicht nur dies, es ist sogar noch ein neues, bis dahin nur Sayblee vertrautes Gesicht, dazugestoßen. Das von Nunkatka oder kurz: Nunki. Die junge, fantasievolle und quirlige Füchsin hat sich - fasziniert vom Widerstand - kurzentschlossen der bunten Truppe angeschlossen und weicht nun kaum noch einen Schritt von deren Seite. Ob ihr dabei klar war, was sie erwarten würde, blieb zu bezweifeln.

Die Zeit des Abwartens war vorbei. Sie waren am heutigen Morgen zur alten Eiche einbestellt wurden, ein neuer Auftrag würde auf sie warten. Als sie dort eintrafen, waren sie schon von zwei alten Bekannten erwartet worden: Jaglitz, der vor einer gefühlten Ewigkeit die Nachzügler empfangen und ausgesandt hatte, der Gruppe bei der Karibujagd zu helfen. Und Nigeth, dessen Auftrag es zuletzt gewesen war die Waschbären von einem Bündnis mit dem Widerstand zu überzeugen und die Südwölfe als Unterstützer zu gewinnen. Zusammen erklärten sie der Truppe die neue Aufgabe, die auf sie wartete, und beendeten soeben ihre Ausführungen...

Nigeth hat geschrieben:
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„Wichtig ist vor allem: Versucht so wenig wie möglich Aufmerksamkeit auf euch zu ziehen und geht Kämpfen so gut es geht aus dem Weg. Wir haben schon genug Tiere an die Ska verloren.“

Der Kater saß in aufrechter Haltung vor der Gruppe und ließ seinen Blick während er sprach immer wieder von einem zum anderen gleiten. Die Aufgabe, die sie für diese Gruppe auserkoren hatten, birgt einige Gefahren. Doch bei dem, was diese paar Tiere schon bewerkstelligt haben, war sich Nigeth sicher, dass sie es schaffen würden. Diesen Vorschuss an Vertrauen hatten sie sich redlich verdient. Der Vortrag des Puma war nüchtern und sachlich gewesen. Nun überlegte er, ob er etwas vergessen haben könnte, ein kurzer Blick glitt zu Jaglitz, der an seiner Seite saß und wie immer äußerst verschwiegen daher kam, das Reden den anderen überließ. Der Fuchs erwiederte seinen Blick mit leichten Lächeln, legte den Kopf ein wenig schief und knickte ein Ohr ab. Ein Zeichen, das Nigeth verstand. Dem Fuchsrüden fiel nichts Wichtiges ein, das noch erwähnt werden sollte. So richtete Nigeht den Blick wieder auf die Gruppe.

„Wie gesagt… die Zeit drängt. Wir wissen nicht, wie lange unsere Freunde in dieser Falle noch ausharren können. Irgendwann werden sie zu erschöpft sein. Wir warten noch auf einen unserer talentierteren Späher, der euch bei eurer Aufgabe begleiten soll. Er sollte eigentlich schon längst hier sein... Sowie wir hier dann fertig sind, solltet ihr euch auf den Weg machen.“

Musternd suchte er in den Mienen der anwesenden Tiere nach fragenden Gesichtern oder Missmut. Alles, was es zu besprechen gab, sollte jetzt besprochen werden. Später wäre es zu spät.

Jaglitz hat geschrieben:
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Der Fuchsrüde lauschte den Ausführungen des Ratsmitglieds an seiner Seite. Wer Nigeth so sprechen hörte, der würde sicherlich nicht sofort darauf kommen, dass er es mit dem ersten Puma im Rat des Widerstands zu tun hatte, also einem der höchsten Vertreter seiner Art in diesem Kampf. Anders verhielt es sich da bei Brastk. Betrübt musste Jaglitz an den schwarzen Wolf denken, der lange Zeit als vermisst galt, seit er bei den Wettersturzhügeln gegen die Ska gekämpft hatte und dessen Rückkehr noch gar nicht so lange her war. Der Zustand, in dem Brastk den Widerstand erreichte, war der Grund der Betrübnis. So übel zugerichtet und sich dennoch an das Leben klammernd hatte der Fuchs noch nie ein Geschöpf zuvor gesehen. Kaum einer hätte gedacht, dass der alte, zähe Rüde sich noch einmal dermaßen regenerieren würde. Ob in Nigeth eine ähnliche Kämpfernatur steckte? Der Fuchs konnte dies nur vermuten, war sich aber sicher, dass er selbst nicht mithalten könnte.

Als Nigeth mit seinen Ausführungen am Ende angekommen war und sich bei ihm rückversichert hatte, nichts vergessen zu haben, war es an der Zeit das Schweigen zu brechen und selbst auch noch ein paar wenige Worte zu sagen, einfach um zu zeigen, dass er auch da war.

„Wenn die Geister wollen, werden wir uns alle bald gesund und munter hier wiedersehen. Solltet ihr Fragen haben bezüglich eurer Aufgabe, jetzt ist der Zeitpunkt sie zu stellen.“

Auch der Blick des Fuchses ging nun abwartend in die Runde.


HINWEISE:
  • Achtet wie immer auf Zeit, Ort und Umgebung
  • Ratsmitglieder: Jaglitz und Nigeth
  • Gruppe: Asuka, Flyght, Gil, Kailan, Nunki, Nyala, Nyphteq, Ruhqio, Sayblee, Thalia, Trotzki, Yaize
  • Ihr könnt euch direkt an den NPC wenden, der euch lieber ist bzw. von dem ihr euch mehr erhofft. Sie werden auf ein und dieselbe Frage vermutlich unterschiedlich antworten, je nach Charakter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 11. Juli 2016, 21:32 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Dunkelholz
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Wolf
Alter: 5
Die weiße Wölfin, die erst vor zwei Tagen wieder zur Gruppe gestoßen war, war langsam hinter den anderen her getrottet als sie sich auf den Weg zur alten Eiche gemacht hatten. In den vergangenen beiden Tagen hatte man ihr von dem berichtet, was geschehen war und Nyala hatte geduldig zugehört, es sich jedoch verboten einen Kommentar abzugeben. Sie wusste, dass sie vor geraumer Zeit einen Fehler gemacht hatte, als sie Thalia ausgelacht hatte und ihr nicht geglaubt hatte, dass es Rieseninsekten gab. Und auch jetzt hatte die Fähe noch nicht eines diese Biester zu Gesicht bekommen, dafür jedoch genügend Tiere, die Heimat, Familie und Freunde verloren hatten. Auch wenn es lange dauerte, hatte Nyala endlich den Ernst der Lage begriffen und machte keine bösen Witze mehr über die Ska, der Bedrohung aus dem Norden.

An der alten Eiche angekommen, warteten bereits ein Puma und ein Fuchs auf sie, die ihnen alles wichtige erzählten und sie mit ihrem neuen Auftrag vertraut machten. Es gab also noch Überlebende und sie sollten sie retten, aus einem Kessel aus dem es kaum so gut wie kein Entkommen gab. Nyala saß am Rand und dachte über die Worte des Katers nach, der ausdrücklich gesagt hatte, dass sie vorsichtig sein sollten, weil sie nicht noch mehr Tiere an die Ska verlieren sollten. Schließlich richteten sich ihre Augen einmal auf die Gruppe, die mittlerweile aus zwei Bären, drei Puma, zwei Waschbären und drei Füchsen, sowie zwei Wölfen bestand. Eine solide Zusammenstellung wie sie fand, auch wenn sie im Moment noch nicht wusste, ob es wirklich hilfreich sein würde, wenn sie die Gefangenen befreien wollten, dafür kannte sie sich hier eindeutig zu wenig aus. Weder das Land noch den Feind kannte sie, weshalb sie sich zurück halten würde. Immerhin war sie hier und wollte helfen, dass war schon mehr als alle sich von ihr erhoffen konnten.

“Sag Puma, wisst ihr was für Tiere dort in der Falle sitzen?“,

fragte die Fähe, sich dessen nicht Bewusst, welche Persönlichkeit da vor ihr saß,

“Versteht mich nicht falsch, aber ich denke es wäre gut zu wissen, ob wir einen Bären befreien müssen oder ein paar Füchse.“

Ein Bär war nicht nur groß und dadurch schlechter zu verstecken, sondern im schlimmsten Fall auch schlechter zu transportieren, wenn er verletzt und entkräftet war. Bei Füchsen oder Waschbären sah das schon anders aus, da konnten die Puma und Thalia und sie selbst den ein oder anderen tragen. Das sie mit ihrem Fell ebenso auffallen würde war dabei eine andere Geschichte, ebenso wie ihre Geschichte, schließlich war sie selbst einst die Last, die Flyght und Kailan tragen mussten.

[lauscht den Worten der beiden Ratsmitglieder / macht sich ein paar Gedanken / fragt Nigeth]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 12. Juli 2016, 11:18 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Wettersturzhügel
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Fuchs
Alter: 2
Die sonst so redegewandte Füchsin saß zur Abwechslung mal überraschend still dar, als ihr und ihren Freunden von den Vertretern des Rates ihr neuer Auftrag erklärt wurde. Gelegentlich war die kleine Fuchszunge nervös über die Nasenspitze gefahren, während Augen und Ohren hochkonzentriert vor allem an den Lefzen des Pumas hingen. Ihr Gesichtsausdruck verriet nur zu deutlich, dass sie wenig glücklich war mit der Wahl der nächsten Mission. Noch immer hing ihr die Prügelei mit den Freien Wölfen in Erinnerung und lieber wäre ihr erneut eine ruhige Mission zu irgendeinem potentiellen Bündnispartner gewesen. Oder eine Jagd. Warum nicht wieder Karibus jagen für die verwundeten Flüchtlinge? Die Aussicht womöglich wieder in direkten Kontakt mit den Ska zu geraten bescherte ihr Bauchweh. Sie erinnerte sich nur zu gut an ihre letzte Begegnung mit den Riesenkrabblern und das, was diese in ihr ausgelöst hatte. Ihr natürlicher Fluchtinstinkt ließ sie nach irgendeiner Ausrede suchen warum sie nicht mitkommen könne, aber inzwischen war sie emotional so sehr mit dieser Gruppe verwachsen, dass Flucht schon lange keine Option mehr war.

Als Nigeth und Jaglitz geendet hatten, war Nyala die Erste, die eine Frage formulierte. Keine unrelevante, wie Yaize fand. Die Weiße war erst vor wenigen Tagen zu ihnen zurückgekehrt und ihre eigene Überraschung über diesen Umstand hatte sich Nahtlos in die Überraschung ihrer Freunde eingereiht. Dennoch, auch wenn sie einen holprigen Start hatten und die Fähe wahrscheinlich noch etwas brauchen würde mit allen warm zu werden, empfand Yai sie als Bereicherung. Ihr kühler Kopf und ihr taktisches Verständnis würden wahrscheinlich noch sehr hilfreich sein. Und sie war weiß. Nichts, was strategisch irgendwie von Vorteil war, aber Yai gefiel der Pelz der Fähe. Weiß und flauschig. Fast wie eine Wolke. Insbesondere jetzt, wo das Fell nicht mehr so blutverschmiert war.

Doch zurück zu ihrer Mission. Der Fluchtinstinkt suchte nach einem anderen Ventil sich zu äußern und fand eine vermeintliche Lösung, an die er sich klammerte. Yaizes Aufmerksamkeit war nun auf Jaglitz gerichtet. Dort hatte sie einen Vertreter des Rates, mit dem sie wortwörtlich auf Augenhöhe reden konnte. Die Füchsin wirkte sehr von ihren Worten überzeugt, als sie laut ihre Bedenken äußerte und ihre Alternative vorschlug.

„Wäre es nicht für alle sicherer, wenn wir einfach alles was noch an kampfbereiten Tieren hier ist zusammenziehen, den Ska da eins auf die Nase geben und die eingekesselten Tiere alle zusammen da raus holen? Ich meine… je mehr wir sind, desto besser können wir uns gegenseitig schützen, nicht?“

Nun sah Yaize sich um und suchte in den Augen ihrer Freunde nach Unterstützung für den Vorschlag. Das war doch deutlich besser, als sich auf eine waghalsige Flucht einzulassen, bei der es wahrscheinlich reichen würde über eine Wurzel zu stolpern um dann von den Krabblern erwischt, ausgeweidet und als Mahl für die Maden mit Käfereiern gefüllt zu werden, nicht? Ein unsicheres Grinsen lag auf ihren Lefzen. Sie war froh, dass sie nicht jeden Gedanken aussprach, der ihr kam. Das Bild in ihrem Kopf reichte schon, dass sich ihr Magen noch fester zusammenzog.


[ im Kreis ihrer Freunde | sucht nach einem sichereren Alternativplan ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 12. Juli 2016, 22:59 
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Status: Zweite Seele

Herkunft: Düsterwald
Geschlecht: Männlich
Tierart: Rabe
Alter: 6
Nachts, so sagte man, sind alle Katzen grau. Für den Silberfels allerdings spielte die Tageszeit inzwischen keine Rolle mehr. Aus dem einst stolzen Berg, der uneinnehmbaren Festung im Zeichen des Widerstands, war ein trister, grauer Gesteinsbrocken geworden, der nun den Namen Aschefels zurecht trug. Seine Aura hatte Raaka in eine trübe Stimmung versetzt und das, obwohl er lediglich den Gipfel über dem grauen Horizont hatte aufragen sehen können, ehe er umgekehrt war. Und das hatte etwas zu bedeuten. Immerhin war der Raberich nicht gerade für Trübsinn und Pessimismus bekannt. Fakt war jedoch, dass sich mit jedem Flügelschlag, der ihn weiter in Richtung Süden und der langsam am Himmel empor schreitenden Sonne entgegen brachte, sein Gemüt erhellte. Unter seinen Schwingen zeichnete sich bereits das Wäldchen am Horizont ab, das der Widerstand als neuen Treffpunkt auserkoren hatte und dafür sorgte, dass Raaka gleich noch einen Zahn zulegte, ja, sich sogar zu einer beherzten Luftrolle hinreißen ließ, ehe er zum Sinkflug ansetzte.
Sachte landete der Schwarze auf einem ausladenden Ast der alten Eiche und unterzog sich, sozusagen als erste Amtshandlung, zunächst dem Ordnen seines Gefieders. Der lange Flug hatte seine Kehlfedern zu einer dichten Halskrause aufplustern lassen, die er mit geübten Schnabelstrichen zumindest soweit glättete, dass sein Kropf nicht mehr den vollen Backen einen Körner futternden Feldhamsters ähnelte.
Sein Blick glitt zuerst über die Gruppe von Tieren, die sich vor der Eiche versammelt hatte und dann geradewegs hinab zu den beiden Ratsmitgliedern, die sich ziemlich genau unter ihm befanden. Ein höfliches Krächzen kündigte seine Ankunft an, sofern das leise Rascheln der Blätter und das Geräusch des Windes in seinen Schwingen nicht bereits bei seiner Landung ihr Übriges getan hatten. Gerade hatte eine Füchsin das Wort erhoben und äußerte Bedenken über die Sicherheit ihres Auftrags. Ein berechtigter Einwand, wie der Schwarze fand, und doch nicht ohne Risiko.

„Wenn ich einwerfen darf, teuerste Rotnase, je mehr Tiere wir sind, desto eher werden wir gesehen. Eine große Gruppe bleibt in einer solchen Gegend nicht lange unbemerkt. Das macht ein Herankommen an die gefangenen Tiere schwierig. Aber ich teile deinen Gedanken. Eine Gruppe starker Kämpfer weiter im Hintergrund wäre sicher von Vorteil.“

Und damit war ihm wieder einmal ein altbekannter Fauxpas unterlaufen. Nämlich der, einfach den Schnabel aufzureißen und loszuplappern, ehe er sich überhaupt vorgestellt hatte. Zum Ausgleich schwang sich der Schwarze nun von seinem Ast, um vor den Pfoten der Füchsin und ihrer Gefährten auf dem Boden zu landen.

„Gestatten, Raaka mein Name. Und zu Diensten.“

Sein Nicken galt gleichsam allen anwesenden Tieren, auch wenn sein Blick aus dieser Nähe nicht alle von ihnen mit einem Mal erfassen konnte. Dann dreht er sich hüpfend um, sodass er nun, direkt neben den dunklen Pfoten der Füchsin, den beiden Ratsmitgliedern zugewandt war. Berührungsängste kannte der Rabe nicht. Die hatten sich, wenn sie überhaupt einst existiert hatten, spätestens mit seinem Beitritt beim Widerstand in Luft aufgelöst. Diese Tiere – und das erfüllte seine Gedanken gleichwohl mit Stolz und Freude – waren seine Freunde. Wen kümmerte es schon, dass er noch kaum ein Wort mit ihnen gewechselt hatte?

[stößt zur Gruppe hinzu | äußert Bedenken zu Yaizes Einwurf | stellt sich vor und lässt sich neben Yaize nieder]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 17. Juli 2016, 22:51 
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Status: Rat des Widerstands
Nigeth & Jaglitz hat geschrieben:
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Noch während sie sich miteinander unterhielten bemerkte der aufmerksame Puma, dass besagter, angekündigter Späher auf den sie warteten, so eben eingetroffen war. Ein leichtes Lächeln legte sich auf seine Lefzen. Die Gruppe war vollzählig. Die Frage der Wölfin wurde mit einem leichten Nicken entgegengenommen und einem recht unzufriedenen Blick.

„Wir… wissen es nicht genau. Wir können aber sagen, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Bären unter ihnen sind, falls du darauf hinaus willst. Nur können wir nicht gefahrlos unsere Späher rein schicken, um genauere Informationen zu sammeln, da sich immer noch einige dieser fliegenden Krabbler dort aufhalten. Das wäre zu gefährlich.“

Der Schwanz des Pumas zuckte während er sprach unruhig hin und her. Nigeth hasste es, unvollständige oder negative Informationen zu übermitteln. Aber immerhin gab es auch eine gute Nachricht.

„Euer neuer Gefährte ist eingetroffen.“

Der Blick des Ratsmitglieds wanderte zu den Ästen der alten Eiche, von denen sich Raaka sogleich hinabschwang, ehe er vor der Füchsin landete, die zuletzt noch eine Frage geäußert hatte. Und er antwortete auch sofort auf diese, auf seine eigene, unverwechselbare Art. Der Rabe entsprach exakt den Beschreibungen, wegen derer er überhaupt als Helfer für die Gruppe ausgewählt worden war. Nigeth nickte erneut und richtete seinen Blick auf Jaglitz.



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Der Fuchs hatte nach seiner kurzen Ausführung geschwiegen und sich die Worte der anderen sorgfältig angehört. Die Frage der jungen Füchsin war, dem Augenkontakt zu folgen, direkt an ihn gerichtet und er freute sich innerlich darüber, sie beantworten zu dürfen. Da gab es einiges zu erzählen. Gerade wollte er Luft holen, da kam ihm ein schwarzer, gefiederter Plapperschnabel dazwischen. Doch Jaglitz nahm es sportlich und konnte sich ein kleines, heiteres Fuchskeckern nicht verkneifen.

„Raaka hat teilweise Recht. Ja, es geht darum unbemerkt heran zu kommen. Aber das ist nicht der einzige Grund. Der Widerstand wird auf breiter Front gegen die Ska vorgehen, allerdings an anderer Stelle. Wir haben da einen Plan, der...“

Jaglitz bemerkte, dass er seitlich von Nigeth einen strengen Blick erntete. Der Puma war stets dagegen, ihre Pläne zu ausführlich mit allen zu teilen. Weswegen eigentlich? Selbst wenn sie sich herumsprechen würden, wer sollte sie schon den Ska übersetzen?

„...der… einfach klasse ist. Jap! Mehr darf ich aber nicht sagen. Lasst euch überraschen. Wenn alles gut läuft, dann… dann wird es… naja… ihr werdet schon sehen, wenn ihr zurück seid.“

Ein spitzes, füchsisches Grinsen lag auf den Lefzen des Rüden.


[ unter der alten Eiche | reagieren auf die Gruppe und Raakas Erscheinen ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 22. Juli 2016, 19:47 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Dunkelholz
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Wolf
Alter: 5
Nicht nur Nyala hatte Fragen und Bedenken auch die Füchsin, die bereits vor mehreren Wochen beim Kampf gegen die Freien Wölfe dabei gewesen war, schien sich bei dem Gedanken des neuen Auftrags eher unwohl zu fühlen. Die Frage die Yaize stellte, gefiel der hellen Wölfin, wo sie doch sehr wichtig erschien, auch wenn sich Nyala bereits denken konnte, warum man sie nicht als große geschlossene Kampftruppe aufmarschieren ließ. Sie selbst sah die ersten Schwierigkeiten schon in dem unwegsamen Gelände, so wie die anderen erzählt hatten, gab es nur zwei Wege hinein in den Kessel und dieselben auch wieder hinaus. Eine Armee aus Tieren würde nicht den gewünschten Effekt haben, wo man gezwungen sein würde mehr oder weniger hintereinander zu laufen. Dennoch wollte die Wölfin den Grund der Ratsmitglieder sehr gern wissen.

Zunächst antwortete der Puma jedoch auf ihre eigene Frage, schien dabei ebenso wenig zufrieden mit sich zu sein, wie es auch Nya war, wobei sie verstehen konnte, warum sie keine präzisen Informationen hatten. Dass es sogar fliegende Exemplare von diesen Riesenkrabelviechern gab, hörte sie heute zum ersten Mal. Es würde die Sache definitiv nicht einfacher machen und immerhin mussten sie mit mindestens einen Bären unter der Gruppe der Gefangenen rechnen, blieb nur zu hoffen, dass dieser noch in der Lage war zu gehen. Sollte das nicht der Fall sein,... würden sie ihn zurück lassen müssen, so viel stand für Nya bereits fest, so lange sie dadurch den Rest retten konnten. Aber soweit waren sie ja noch gar nicht und im besten Fall konnten alle noch laufen und sie würden niemanden zurück lassen müssen.
Das Blätterrascheln und Nigeths Ankündigung riss die Fähe aus ihren Überlegungen, ließ nach oben schauen und das schwarze Gefieder zwischen den Ästen erhaschen – ein Rabe, ganz unverkennbar! Das war also der Späher, der ihre Gruppe noch verstärken sollte.
Bevor der Fuchsrüde Yai antworteten konnte, tat dies der Raberisch von seinem Ast aus und die Art und Weise wie er sprach, ließ Nyala stutzen, kannte sie den Vogel?

Auch seine Worte zeugten von viel Wahrheit, je mehr sie waren, desto einfacher waren sie zu entdecken, aber auch sein Einwand, dass eine kämpferisch gute Gruppe im Hintergrund warten sollte war keine schlechte Idee, allerdings war es Jaglitz der diesen Vorschlag aushebelte, weil der Rest des Widerstand an anderer Stelle gegen die Ska vorgehen sollte, von dem Plan den er andeutete, aber doch nicht Preis geben durfte, bekam Nyala nicht ganz so viel mit, weil der Rabe schließlich vor der Füchsin gelandet war und sich vorgestellt hatte. Nya kannte ihn tatsächlich, auch wenn ihre Begegnung mehrere Winter her war, so erinnerte sie sich an seinen Namen und die verwuschelten Feder an seinem Hals. Für einen kurzen Moment blitzten Erinnerungen vor ihrem inneren Auge auf, der schwarze Adler, der ihr Feder geschenkt hatte und sie als Wolke bezeichnet hatte.

Nyala schüttelte kurz die Schnauze, verscheuchte die Bilder, jetzt war nicht die richtige Zeit, um in der Vergangenheit herum zu irren, sie würde später noch Gelegenheit bekommen mit ihm zu sprechen, sofern sie es überhaupt wollte. Denn die Zeit hatte aus ihr doch einen ganz anderen Wolf gemacht als den, den Raaka kennengelernt hatte, damals war sie schließlich fast noch ein Welpe gewesen. Vielleicht war es besser, die Vergangenheit ruhen zu lassen und sich dafür lieber auf die Gegenwart zu konzentrieren, auf ihren Auftrag.
Unbewusst atmete die Weiße einmal durch und nahm ihre Seelenspiegel wieder von dem Vogel, dafür richtete sie diese auf die beiden Ratsmitglieder.

“Also heißt das im Grunde, wir sollen ungesehen so nah heran kommen wie möglich. Die Gefangenen befreien und den Kampf so gut es eben geht vermeiden?“

fragte sie die beiden ungleichen Tiere,

“wie wissen nicht die genaue Anzahl der zu befreienden Tiere, ebenso wenig welcher Art sie angehören und ihr sagtet, es sind etwa doppelt so viele Ska mit denen wir rechnen müssen. Klingt so als müssten wir mit wenigen Informationen auskommen.“

Die Wölfin fasste die Informationen zusammen, sowohl für die anderen, aber doch am meisten wohl für sich selbst, um daraus eventuell erste strategische Schlüsse zu ziehen, auch wenn sie das vermutlich erst tun konnte, wenn sie am Ort des Geschehens sein würden. Sie kannte die Wälder und Berge hier einfach nicht, wäre sie in ihrer Heimat, wüsste sie die meisten Pfade und hätte längst einen Plan erstellen können, so jedoch war sie wohl angewiesen auf die Hilfe der anderen, mal wieder. Sie hatte die Worte recht nüchtern ausgesprochen und machte keinen Hehl darum, dass sie es nicht gut fand, mit so wenig Wissen gefüttert worden zu sein, aber das änderte nun auch nichts.

[lauscht den anderen / bemerkt und erkennt Raaka / driftet kurz ab, beschließt vorerst nicht auf den Raben einzugehen / spricht zu Nigeth und Jaglitz / macht sich bereits Gedanken]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 24. Juli 2016, 21:46 
Status: Ehemalige

Herkunft: Grenzwald
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Wolf
Alter: 2
Vier Tage. Vier Tage war es inzwischen her, dass Zach zu einer neuen Mission aufgebrochen war. Es hatte nicht lange gedauert, nachdem Thalia mit den anderen den Norden wieder erreicht hatte, dass auch er zurückgekehrt war. Zwar war er bei den Südwölfen wenig erfolgreich gewesen, was seine Nachforschungen bezüglich der Verwicklungen zwischen Freien Wölfen und der Südrudel betraf, doch hatte sein übriges Handeln auf ihrer gemeinsamen Mission dafür gesorgt, dass er vom Rat als ständiges Leittier einer anderen Gruppe ausgewählt worden war. Er hatte wenig über diese neue Mission mit seiner Schwester gesprochen, einzig, dass sie sehr gefährlich sei. Zu gefährlich für sie, hatte er gesagt. Thalia hatte selbstverständlich protestiert und stur versucht, sich ihm anzuschließen. Sie wollte um jeden Preis bei ihm bleiben. Doch letztendlich hatte die Entschlossenheit ihres Bruders gesiegt. Und nun waren die Geschwister wieder einmal getrennt und nur die Geister konnten ahnen, für wie lange. Und trotz der vier Tage, die ihr Abschied inzwischen wieder hinter ihr lag, fühlte sich die Fähe im Innersten immer noch matt, zermürbt und traurig. Einzig die Nähe zu ihren Freunden, den Tieren mit denen sie schon so viel erlebt hatte, sorgte dafür, dass sie sich bemühte ihre positive Aura zu bewahren und dennoch jeden Tag ein wenig zu lächeln, selbst wenn ihr nicht danach war. Manchmal schafften diese es sie abzulenken und den Abschied ihres Bruders zumindest vorübergehend vergessen zu lassen, dann konnte sie auch offen und herzlich wie immer lachen und war ganz sie selbst. Doch in ihren Träumen war sie die vergangenen Nächte immer wieder zu der Sorge um Zach zurückgekehrt. Zur Tatenlosigkeit verdammt konnte sie nur hoffen, dass es ihm gut ging, dass er gesund zurückkehren würde und bis dahin tun was sie konnte, um den Widerstand zu unterstützen und am Leben zu bleiben.

Ebenso wie alle anderen war sie an diesem Tag den Ruf des Rats zur Besprechung ihrer neuen Mission gefolgt, hatte sich seit dem Eintreffen der Ratssprecher jedoch im Hintergrund gehalten und bisher aufs Zuhören beschränkt. Auch ihre Mission klang alles andere als ungefährlich, dennoch war der erste Gedanke der Fähe, dass sie es schaffen konnten die eingekesselten Tiere zu befreien. Sicherlich nicht mit dem Kopf durch die Wand, aber mit Verstand und Strategie. Sie hatte sich die bisherigen Einwände der anderen sorgfältig angehört. Yaizes Plan, wenn man ihn denn so nennen mochte, erschien ihr wenig sinnvoll und war auch inzwischen durch die Informationen von Jaglitz und Nigeth hinfällig. Die Fragen von Nyala empfand Thalia als wichtiger. Die weiße Wölfin war nach dem, was die Bunte inzwischen über sie gelernt hatte, eine gute Strategin und ging ähnlich an die Dinge heran, wie es ihr Bruder immer tat. Die beiden waren sich ohne Zweifel ähnlicher, als man auf den ersten Blick vermuten mochte. Thalia war zunächst überrascht gewesen, dass Nya zu ihnen zurückgekehrt war, doch bei allen Skrupeln, die sie Anfangs bei der Wölfin gehegt hatte – schließlich war ihre erste Begegnung alles andere als harmonisch verlaufen – war Nyala doch definitiv eine Bereicherung für ihre Gruppe. Viel Zeit hatten sie nicht gehabt, um sich in den vergangenen Tagen zu unterhalten, doch die Worte, die sie miteinander gewechselt hatten, hatten gereicht, um Thalia ein neues Bild der Fähe zu eröffnen. Und nun war sie genau so ein Teil der Gruppe, wie es auch Asuka Liam und Nyphteq in dieser Zeit geworden waren.

Bei allen Informationen, die Thalia inzwischen gehört und im Gedächtnis abgespeichert hatte, blieb eine für sie wichtige Frage offen, die bisher noch niemand gestellt hatte. So erhob sie sich aus den hinteren Reihen, schritt seitlich vorbei an den anderen, bis sie nahe bei Nyphteq zum Stehen kam. Ihre Worte und ihr Blick waren auf Nigeth gerichtet, dessen Autorität sie höher einschätzte als die von Jaglitz.

„Wer wird bei dieser Mission die Leitung übernehmen? Wird Nyphteq weiterhin die Verantwortung tragen?“

Dabei klang ihre Stimme respektvoll und freundlich. Die Puma hatte auf ihrer Rückreise bewiesen, dass sie in der Lage war der Verantwortung gerecht zu werden und Thalia wäre ohne weiteres bereit, der Raubkatze auch weiterhin zu folgen.


[ bei den anderen | lauscht, tritt dann vor und erkundigt sich nach der Leitung ihrer Mission ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 3. August 2016, 13:14 
Status: Ehemaliger

Herkunft: Dunstwald
Geschlecht: Männlich
Tierart: Fuchs
Alter: 2
Dieses Hochgefühl, als sich die Adler endgültig auch dem Widerstand angeschlossen hatten. Das schien inzwischen so weit weg und so lange her, trotzdem hatte es dem Fuchs die Kraft und das Selbstvertrauen gegeben, mit dem Kommenden fertig zu werden: die Ankunft hier im Silberhain, die Geschichten der Überlebenden. Lediglich einen Schatten des Blutbades hatte er noch erahnen können und Trotzki musste sich eingestehen, dass er froh darum war. Wer konnte denn sagen, ob er diesen Kampf überlebt hätte. Irgendwie ging er ja immer noch davon aus, dass diese ganze Geschichte irgendwann zu seinen Lebzeiten noch ein Happy End nehmen würde. Ansonsten bezeichnete er sich aber echt nicht als naiv.

Trotz der Niederlage hatten sich abermals neue Mitglieder für ihre Gruppe gefunden, auch das jedes mal ein Moment, der dem Roten Mut verschaffte. Es war eben NICHT alles verloren und er sah auch gar nicht ein, in Depressionen zu verfallen oder an das Ende der Welt zu glauben. Aufgeben war schließlich nichts, wofür er bekannt sein wollte. „Trotzki, der halbe-Sachen-Macher“ klang auch blöd. Also nutzte er die Tage, um wieder zu Kräften zu kommen. In den Nächten ging er wie gewöhnlich auf Streifzüge, erkundete die Umgebung und hielt Ausschau nach den Grenzen, innerhalb derer man sich halbwegs sicher bewegen konnte, ohne Gefahr zu laufen, von den Ska überrascht zu werden. Manchmal brachte er eine tote Maus oder ein Kaninchen mit – was er eben so fand -, um es Yaize, Nunki oder auch einem anderen Mitglied heimlich vor die Nase zu legen. Eine kleine Überraschung zum Frühstück, eine Motivation und Stärkung, ohne dass er verlauten ließ, dass diese Kleinigkeit von ihm kam. Ob er jetzt Empathie gelernt hatte? Quatsch. Das war seine Art, die Moral der Gruppe zu stärken, damit sie alle fit für die kommenden Aufgaben waren – nichts weiter! Während der Tage lauschte er dann, ob es geholfen hatte und machte sich beiläufig mit den Stärken und Schwächen der Neuankömmlinge vertraut. Inzwischen hatte er einen ganz guten Überblick, glaubte er zumindest.

Als es endlich Neuigkeiten gab, gesellte sich Trotzki mit einer halben Minute Verspätung zu der aufmerksam lauschenden Gruppe und ließ den Blick zwischen Jaglitz und Nigeth gespannt hin- und herwandern. Eine Rettungsmission, das gefiel ihm. Als die Mitglieder des Rats geendet hatten, wollte er direkt zu einer Frage ansetzen, doch Nyala kam ihm zuvor. Geduldig sah er zu ihr herüber und nickte mit einem verhaltenen Lächeln. Sehr praktisch. Das war ihm auch als erstes in den Sinn gekommen. Er ahnte schon, dass man sich am besten auf schmalen und versteckten Pfaden bewegen müsste, um unentdeckt zu bleiben und stellte sich das mit Bären ziemlich schwierig vor. Auch wenn deren dichten Pelzen sicherlich kein Dornengestrüpp etwas anhaben könnte. In seinem Kopf zeichnete sich bereits die Skizze eines Plans ab aber er blieb stumm.

Nicht sehr lange, zugegeben, denn Yaizes Vorschlag traf ihn unverhofft und ein Blick, der nicht von Zustimmung sprach, traf sie im selben Moment, da sie geendet hatte. Die fremde Stimme sprach halb seine Gedanken aus und mit einem belehrenden Tonfall schloss er sich an:

“Wenn wir uns geschickt anstellen, gehen wir einem Kampf ganz aus dem Weg und riskieren keine unnötigen Verletzungen.“

Dann erst hob er eine Spur irritiert den Blick und entdeckte den Raben auf seinem Ast. Raaka. Fand er gut. Und war ihm tausendmal lieber als ein Adler, wenn er ehrlich war.

Als Jaglitz wieder seine Stimme erhob, lauschte Trotzki aufmerksam und wurde doch umgehend enttäuscht. Geheimniskrämerei, das schien ihm mehr als unangebracht in ihrer Situation und wieder stimmte er Nyala schweigend zu. Für ihn schien es nur sinnvolle, alle verfügbaren Informationen innerhalb des Widerstandes zu teilen und es erschloss sich ihm nicht, warum der Rat Teiles des Plans unter Verschluss halten wollte. Andererseits wagte er es nicht zu widersprechen, auch wenn sein forschender Blick noch einige Sekunden länger auf Nigeth ruhte. Was hatten sie vor. Aus dem Augenwinkel sah er Thalia hervortreten und auch ihre Worte schienen ihm nicht zu passen. Nichts gegen Nyphteq, aber.

“Ist es nicht sinnvoller, sich auf jemanden zu verlassen, der ungesehen einen Weg auskundschaften kann und dann die anderen Tiere zusammenführt?“ Sein Blick huschte zu Raaka und dann zu Jaglitz, von dem er sich Zustimmung für seinen Vorschlag erhoffte. “Mit der Hilfe von Raaka wären wir auf der sicheren Seite und während ihr im 'Hintergrund' was auch immer macht, gehen wir rein und raus ohne Feindkontakt.“

Und da zeigte er mal, dass ein Fuchs auch ernst gucken konnte, weil er das alles hier gar nicht so witzig fand, wie Jaglitz bis eben offensichtlich.

[gesellt sich zu der Versammlung | mischt sich in die Planung ein]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 3. August 2016, 23:12 
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Herkunft: Abendrot Gebirge
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Puma
Alter: 4
Ganz so, wie es ihre Art war, hatte Nyphteq der Besprechung größtenteils schweigend beigewohnt. Der Auftrag, der ihnen bevor stand, würde sie zurück an die Front führen. Zurück zum Silberfelsen, den sie vor wenigen Wochen hatte untergehen sehen. Die Raubkatze konnte nicht leugnen, dass ihr bei diesem Gedanken ein leichtes Kribbeln durch den Nacken fuhr. Der Grund dafür war allerdings zwiegespaltener Natur. Viele Tage und Nächte hatte die Gruppe nun in der Gegend rund um den Silberhain verbracht, sich die Wunden geleckt und neue Kräfte gesammelt. Doch der Grund, weswegen die Katze den Widerstand aufgesucht hatte, war nicht der, dass sie Sicherheit und Schutz suchte und die Zeit der Untätigkeit war nicht ohne das nagende Gefühl vorangeschritten, dass sich die Bedrohung aus dem Norden derweil immer weiter ausbreitete.

Wenigstens konnte niemand behaupten, dass sich während der letzten Wochen nichts im Widerstand getan hatte. Die Gruppe hatte alte, aber auch neue Gesichter gesehen. Nunki hätte sich den Kämpfenden angeschlossen und erst vor zwei Tagen hatte Nyala eine überraschende Rückkehr hingelegt. Der Blick der Katze wandte sich zur Weißen, als diese das Wort erhob und damit dem Hinweis von Jaglitz als erste nachkam. Eine berechtigte Frage, ebenso wie die kurz darauf folgende von Yaize, die die Katze jedoch für den Moment deutlich interessierter aufhorchen ließ. Je mehr Krabbelviecher sie auf ihrer Mission vernichten konnten, desto besser war es schließlich, oder nicht? Leider schien die Füchsin abgesehen von Nyphteq mit ihrem Einwand auf wenig Zustimmung zu treffen. Erst der Rabe, der sich nicht einfach so, wie zuerst vermutet, zu Dekorationszwecken auf dem Baum niedergelassen hatte und abschließend die beiden Fuchsrüden im Bunde bekundeten andere Ansichten. Jaglitz allerdings nicht solcher Art, die Nyphteq besonders wertschätzte. Mit Überraschungen konnte man die Berglöwin nicht ködern und noch viel weniger dann, wenn es um so ein ernstes Thema wie die Ska ging. Entsprechend skeptisch war im ersten Affekt ihr Gesichtsausdruck, der jedoch schnell einer gefassteren Miene wich, als Thalia dazwischen grätschte und einen Punkt ansprach, der auch die Katze direkt betraf. Die Art, wie sie ihre Frage formulierte, schmeichelte der Berglöwin, auch wenn diese aus mehrerlei Gründen weder davon ausging, noch sich erhoffte, die Gruppe auch in dieser Mission zu führen. Und schließlich hatte Trotzki bereits einen Gegenvorschlag parat, der zwar, angesichts der Tatsache, dass sie den Raben gerade mal eine Minute lang kannten, nicht unbedingt Nyphteqs erster Wahl entsprach, aber doch zumindest einen geeigneten Nährboden für ihre eigene Frage darstellte, mit der sie sich an Jaglitz wandte.

„Was diesen ‚Hintergrund‘ angeht: Wenn an anderer Stelle noch ein Plan ausgeführt wird, wäre es doch angebracht, wenn wir darüber bescheid wissen. Wie sollen wir sonst wissen, ob wir eine andere Kämpfergruppe mit unseren Aktionen in irgendeiner Form behindern? Oder umgekehrt?“

Zu behaupten, dass sie nicht neugierig war, wäre eine Lüge gewesen. Doch viel mehr widerstrebte ihr der Gedanke, dass ihre Gruppe absichtlich mit Informationen im Dunkeln gelassen wurde. Sie gehörte nicht zu denjenigen, die blindlings Befehle befolgen. Wenn an anderer Stelle ein Angriff geplant war, konnte es sein, dass sich die Ska dort formierten, oder aber – und das wäre die beunruhigendere Variante – im gesamten Bereich ihre Fronten stärkten, was letztendlich auch auf ihre Gruppe zurückfallen würde. Ihr Blick wanderte zu Nigeth hinüber, von dem sie sich in dieser Sache eine zufriedenstellendere Antwort erhoffte.

„Der Widerstand hat bereits zu viele Verluste erlitten. Durch Geheimniskrämerei verschaffen wir uns selbst einen taktischen Nachteil, wenn eine Pfote nicht weiß, was die andere tut. Ist das wirklich notwendig?“


Ihre Stimme war höflich aber dennoch fest. Die meisten Worte, die ihr durch den Kopf schwirrten, hatte Nyphteq unausgesprochen genau dort gelassen. Immerhin lag es ihr fern, respektlos zu klingen. Antworten wollte sie allerdings trotzdem gerne haben.

[bei den anderen | ist wenig über die Heimlichtuerei erfreut und hakt nach]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 5: Ablenkungsmanöver
BeitragVerfasst: 4. August 2016, 09:53 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Südöstliche Sommerwiesen
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Fuchs
Alter: 1
Es war bereits eine ganze Weile her, seit Nunkatka ihren Alltag mit diesen Tieren teilte – sie wusste nicht einmal genau wie lange, denn ihr Zeitgefühl ließ sie wieder einmal im Stich – doch erst jetzt spürte sie, welch ein Gewicht ihre Entscheidung, sich diesen Kämpfern anzuschließen, tatsächlich hatte. Die Atmosphäre der Versammlung war so ernst und drückend, geladen mit Anspannung und Tatendrang, dass Nunki förmlich vibrierte. Sie war nie der Typ Fuchs für Ernsthaftigkeiten gewesen, doch in seltenen Momenten schluckte auch sie jegliche Kindlichkeit herunter. Und auch sie war herangereift, seit sie Sayblee das erste Mal begegnet war. Seit ihre Eltern sie auf ihre eigene Wanderung geschickt hatten. Seit sie wahrlich und wahrhaftig den allerersten Ska zu Gesicht bekommen hatte.

Das hieß jedoch nicht, dass sie sich gerne mit Themen wie Kampf und Strategie auseinandersetzte, weshalb sie auch mucksmäuschenstill zwischen den anderen saß und den zwei Ratsmitgliedern, sowie den Fragen ihrer Gefährten lauschte. In ihrem Kopf wirbelte alles ein wenig, sie nahm die Worte der anderen wahr und doch vermischten sie sich in einem Gedankenchaos in ihrem Kopf. Alles, was sie abrufen konnte, war dass eine Gruppe von Tieren in einem Tal umkesselt von den Ska um ihr Leben bangte und es galt sie zu befreien. Aber wie? Eines war jedenfalls sicher: im Vergleich dazu waren jegliche Raufereien und taktischen Feldzüge, die sie mit ihren Geschwistern gespielt hatte, ein reiner Witz. Sie hatte noch nie gekämpft, um zu verletzen, und auch wenn es hier nicht primär um eine Schlacht ging, kam es ihr eine Konfrontation mit den Ska unausweichlich vor. Wenn nicht in dieser Mission, dann in einer folgenden? Sie schüttelte irritiert über diese Vorstellung den Kopf, ehe sie sich daran versuchte, dem Gespräch zu folgen.

Normalerweise gab es nichts langweiligeres als diese Art von Treffen, in denen nur diskutiert und philosophiert wurde. Nunki hätte sich viel lieber auf die Jagd begeben. Eine Maus gefangen, oder einem ihrer Fabelwesen hinterhergejagt. Doch sie verstand auch, dass für solche Kindereien keine Zeit war.

Irgendwann während des Gespräches gesellte sich ein Rabenvogel zu ihnen, der sich als Raaka vorstellte. Nunki grinste ihn an. Sie liebte Raben, allein schon die Art wie lustig sie auf ihren Beinen hüpften und wie gerissen ihre Augen funkelten. Und seine Flügel machten ihn sehr nützlich für die Truppe, das war gewiss.

Nunki verfolgte die Worte der anderen andächtig, gegen ihre mangelnde Konzentrationsfähigkeit ankämpfend. Sie bemühte sich bei der Sache zu bleiben und den Feenstaub, der ihr hie und da vor Augen glitzerte, zu ignorieren. Diese Anstrengung ließ sie schon seit des Beginns des Gesprächs leicht zittern, ihr Fell war etwas aufgebauscht und ihre Ohren, sowie die Augen machten Zickzack-Bewegungen, als sie den anderen lauschte.
Sie verstand nicht genau, wieso es wichtig war die Tierart der eingeschlossenen Tiere zu erfahren, doch sie war sich sicher, dass die Worte der weißen Wölfin sinnvoll waren. Einen Kampf wollte Nunki am liebsten umgehen, bei dem Gedanken wurde ihr nur ganz schlecht, aber sie sah ein, dass jemand die Lage vorher auskundschaften sollte. Bei Trotzkis Worten sah sie Raaka nachdenklich an. Wer Flügel hatte, der war doch wie geschaffen zum Auskundschaften, oder nicht? Und sie nickte heftig und zustimmend bei der Anklage der Pumadame, die nicht Sayblee war. Sie hatte immer noch Probleme sich all die Namen zu merken, deswegen unterschied sie ihre Kameraden häufig durch Assoziationen.
Und obwohl ihr Kopf bereits schmerzte, von dieser ganzen Ernsthaftigkeit und sie sich dem Allen nicht zu hundert Prozent gewachsen fühlte, war Nunki eben ein Plappermaul – und sprach deshalb auch ihre Gedanken laut aus:


“Die, die sich ins Tal schleichen, müssen wissen, wie sie mit den Tieren wieder herauskommen. Was, wenn der Weg hinein versperrt ist? Wir müssen mit ihnen kommunizieren können, vielleicht eine Ablenkung planen, um einen Weg zu schaffen.“

Es erinnerte sie ein wenig an die Spiele, die sie mit ihren Geschwistern gespielt hatte. Tatsächlich klang die Unternehmung ziemlich abenteuerlich, wenn man ignorierte, dass dies hier kein Vergnügen, sondern eine tödliche Angelegenheit war.
Nunki sah zu der weißen Wölfin, da sie während ihrer Worte endlich kapiert hatte, warum es wichtig war, die Art der Tiere zu erfahren.

“Ein riesiger Bär passt nicht durch die Schlupflöcher, die ein Fuchs nehmen kann, stimmt. Was wissen wir über das Gelände? Die Fellfarbe der Rettungstruppe ist entscheidend, und… oh oh, natürlich zu welcher Tageszeit wir loslegen. Wann schlafen die Ska überhaupt?“

Zugegeben, die letzten Worte waren nur ein unzusammenhängendes Gemurmel, weniger für jedermanns Ohr bestimmt. Manchmal sprach Nunki Worte laut aus, ohne dass sie wollte, dass sie gehört wurden. Es half ihr einfach ihre Gedanken zu sortieren und sie starrte in diesem Moment niemanden an, sondern eher in die Ferne, während sie ihre Ohren vor- und zurückzucken ließ. Die Bewegung der eigenen Ohren lenkte sie irgendwann so sehr ab, dass sie ärgerlich ihren Kopf schüttelte, um das monotone vor und zurück, vor und zurück aus ihrem Kopf zu bekommen.

[bei den anderen | lauscht | betont die Wichtigkeit Kontakt zu halten]


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