Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Rollenspielbereich: Betritt die Welt von Kihromah und werde Teil des großen Abenteuers
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Nyphteq
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Nyphteq »

Es waren Nyalas Worte, die Nyphteq dazu brachten, die Augen zu öffnen. Für die Katze, die es eher gewohnt war, in der Dämmerung aktiv zu sein, war es nicht einfach gewesen, die ganze Nacht durch zu ruhen und so war ihr Schlaf bereits vor einer Weile in ein leichtes Dösen übergegangen. Nun aber, da die Weiterreise nahte, richtete sich die Berglöwin endlich auf, machte erst einen Buckel und drückte dann den Rücken zu einer langen, geschmeidigen Kurve durch, wobei sie mit einem herzhaften Gähnen den Blick auf die tödlichen Reißzähne freigab.

Heute würden sie also diesen sagenumwobenen Wisperwald betreten. Noch schenkte die Katze dem ganzen Spuk wenig Glauben, doch die Begegnung mit dem Otter Tam-Tam am vergangen Tag hatte selbst sie davon überzeugt, dass es besser war, auf der Hut zu sein. Besonders dann, wenn er wirklich so gut über diesen Wald bescheid wusste, wie er vorgab. Nicht zu leugnen war zumindest die gespenstische Stille, die den Wald umgab und die der Katze schon hier ein subtiles, unangenehmes Prickeln über den Nacken jagte, wann immer sie die Ohren in seine Richtung wandte und statt der typischen Geräuschkulisse eines Waldes nur das seichte Seufzen des Windes in den trockenen Zweigen vernahm.

„Ich gehe zum Bach“,

kündigte Nyphteq an ihre Gefährten gewandt an, nur für den Fall, dass sie jemand begleiten wollte. Ohne eine Antwort abzuwarten setzte sie sich mit geschmeidigen Schritten und dabei erst das eine, dann das andere Hinterbein reckend, in Bewegung. Wer Durst hatte würde sie schon begleiten.

[ am Waldrand bei den anderen | erwacht | geht etwas trinken ]
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Rhorax
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Rhorax »

Diese Nacht hatte er nicht geträumt, im Gegensatz zu vielen der vorangegangenen Nächte. Es fühlte sich für Rhorax merkwürdig an, wieder mit einer Gruppe zu reisen, umgeben von Widerstandskämpfern und im Auftrag des Rats unterwegs zu sein. Eine Zeit lang hatte er geglaubt, es würde für ihn nie wieder dazu kommen. Er würde keine Chance mehr erhalten seine Fehler wieder gut zu machen und im gleichen Maße Gutes zu bewirken, wie er Schaden angerichtet hatte. Nun bekam er seine Gelegenheit. Trotzdem fühlte er sich unwohl. So war diese Nacht nicht nur traumlos gewesen, sondern auch unruhig.

Es hatte am Vortag Versuche gegeben sich mit ihm zu unterhalten, ein Gespräch zu beginnen und Kontakt zu knüpfen, doch der Braune hatte sämtliche Ambitionen relativ schnell wieder zum Erliegen gebracht, war schweigsam geblieben und hatte wenn überhaupt, dann nur einsilbige Antworten von sich gegeben. Er wollte nicht reden und wenn er etwas nicht wollte, dann konnte er verdammt stur sein. Abgesehen von einem weiteren Reisegefährten, der unterwegs zu ihnen gestoßen war, ein Otter mit einem merkwürdigen Namen, der dem Braunen schon wieder entfallen war, war die Reise relativ unspektakulär gewesen.

Der Bär reckte und streckte sich ausgiebig und erhob sich träge von seinem Nachtlager. Die weiße Wölfin, Nyala, hatte ihn mit ihrer Ansprache geweckt. Müde stieß er ein lautes, brummiges Gähnen aus und sah sich um. Der Tag brach an und somit stand auch ihr eigener Aufbruch kurz bevor. Sie wollten den Wald wieder verlassen haben bevor die nächste Nacht hereinbrach. Grund dafür war eine Liste von merkwürdigen Regeln, die dieser Otter ihnen am Vortag zugetragen hatte. Rhorax sah keinen großen Sinn darin, sich zu sehr darauf zu versteifen. Einige dieser Regeln könnten durchaus hinderlich sein, beispielsweise, dass die Gefiederten nicht auch über den Baumwipfeln kundschaften sollten. Aber die Leittiere hatten entschieden diesen Ratschlägen des Otters Folge zu leisten, also war es seine Pflicht ihre Entscheidung zu respektieren und nicht zu hinterfragen.

Langsam tappte der Bär an den Wald und den erstbesten Baum heran, der sich am Rande der Anhöhe in den Himmel reckte. Vorsichtig witterte er an der Rinde, hob dann die rechte Klaue, kratzte leicht über die Oberfläche und hinterließ so seine Spur. Seine Augen begutachteten das Gewächs von der Wurzel bis zur Krone und letztendlich zog er sogar die Zunge ein Stück weit über den Stamm und aktivierte seine Geschmacksnerven. Es war wie er dachte: Ein Baum. Schmeckt wie einer, riecht wie einer, fühlt sich an wie einer und sieht aus wie einer. Ein ganz gewöhnlicher Baum. Schnaufend stieß er einen heißen Schwall Luft aus und tappte an die Seite der Leitwölfin. Seine Stimme war ruhig, gedämpft und durch und durch unaufgeregt.

"Bäume, Steine und Sträucher. Ein Wald wie jeder andere, nur in hässlich."

Dem Pfad folgen, mit einem weißen Raben quatschen und dann zurückkehren zum Rat. Das konnte doch unmöglich besonders schwer werden, schloss der Bär seine Gedanken ab. Er erwartete, dass der anbrechende Tag genau so unspektakulär werden würde, wie der voran gegangene.

[ am Anfang des Pfads bei Nyala | erwacht, reckt sich, begutachtet die Bäume, spricht zu Nya ]
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Kailan
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Kailan »

Kailan hatte wie sie gesagt hatte die Nachhut gebildet, leider hatte sie auf andere Dinge achten müssen, als mit Rhorax zu sprechen und sie hatten auch ziemlich schnell den Otter Tam – Tam kennengelernt. Dieser hatte den Widerstandstieren Empfehlungen gegeben und überhaupt viel über den Geisterwald erzählt. Sie alle hatten sich schließlich kurz vor dem Betreten hingelegt und ausgeruht. Die Bärin war schon früh wachgeworden und hatte sich noch einmal am Wasser erfrischt und war dann zu der Gruppe zurückgekehrt. Sie war das Leittier zusammen mit Nyala geworden, aber Kailan fühlte sich mit diesem Gedanken immer noch nicht sehr vertraut. Sie hatte keine Probleme damit andere anzuführen, wenn es sein musste, aber sie fühlte sich einfach nicht wie ein Leittier, was vermutlich größtenteils daran lag, dass die meisten Tiere ihre Freunde waren. Schließlich war sich die Bärin innerlich klar darüber, dass dies nichts Schlimmes war und das bestimmt einfach noch ein paar Tage brauchen würde, bis sie sich daran gewöhnt hatte. Was ihr Urteilsvermögen und ihre weitere Vorgehensweise dennoch nicht beeinträchtigen würde.

Da schritt Nyala durch die Tiere, die weiße Fähe verkündete das, was allen schon klar war, aber es war gut, alle Widerstandskämpfer sollten sich nun bereit machen. Das Feuer brannte im Herz der Bärin und sie fühlte sich mehr als bereit. Sie hatte sich erhoben, sobald die Fähe die ersten Worte gesprochen hatte und sich schweigend an ihre Seite begeben. Ihr Blick war ruhig und freundlich, aber es lag noch etwas anderes darin, was den anderen Mut und Kraft geben sollte und auch Wachsamkeit und Tatendrang konnte man lesen. Als Nyala geendet hatte nickte Kailan zur Bestätigung ihrer Worte, es war alles gesagt. Schließlich folgte die Braunpelzin Rhorax mit ihrem Blick und beobachtete ihn, wartete ab, dann kehrte zurück und auch Kailan lauschte seinen Worten. Der Wald sah wirklich nicht ungewöhnlich aus, aber es gab genug Legenden, ob nun wahr oder nicht die ihn unheimlich aussehen lassen konnten. Schließlich äußerte sich Kailan zu seinen Worten, ihre Stimme hatte den seltenen Klang von Endgültigkeit, was eindeutig zeigen sollte, dass sie in diesem Punkt nicht verhandeln würde:

„Das mag sein. Dennoch sollten wir uns an die Regeln halten. Ich bin nur im äußersten Notfall dazu bereit einen anderen Weg auszutesten…“

Sie nickte der Fähe noch einmal zu und bewegte sich dann auf den Wald zu, um sich auch ein Bild zu machen. Ein wenig unheimlich wirkte er schon, sie würde alles dafür tun, damit keiner ihrer Freunde verloren gehen würde, wenn es sein müsste, würde Kailan dafür sogar sterben. Sie begutachtete ein wenig den Waldrand und beobachtete ob sie Bewegung in dem Wald wahrnehmen konnte.
[ begibt sich an Nyas Seite | wirkt wie ein stärkender Schatten | antwortet auf Rhorax Feststellung | nickt Nyala zu | begutachtet den Waldrand und mit ihren Augen auch den Wald | geht aber nicht hinein ]
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Raaka
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Raaka »

Schon die ersten Sonnenstrahlen auf seinem schwarzen Gefieder hatten Raaka geweckt und doch war er nicht der erste, der wach war. Der Rabe blinzelte sich ein paar mal den Schlaf aus den Augen und war sogleich schlagartig hellwach. Heute würden sie den weißen Raben finden! Nyalas Wort zum Aufbruch kam keine Minute zu früh.

Leider musste sich Raaka, wie so oft im Leben, noch etwas in Geduld üben, denn es würde nicht sofort losgehen. Zu dumm, dass jede Feder des kleinen schwarzen Körpers bereits in Aufbruchstimmung war. Der Versuch, sich nichts anmerken zu lassen, scheiterte daran, dass er unstet mit den Füßen auf dem Ast herum trippelte, den er sich des Nachts zum Schlafplatz auserkoren hatte. Aufmerksam beobachtete er jede Bewegung seiner Gefährten und als schließlich einer ihrer Neuzugänge – das Riesenmammut von einem Bären – in Richtung Waldrand marschierte, wäre Raaka vor Tatendrang fast vom Baum gepurzelt.
Mit gespreizten Schwingen segelte der Rabe dem Raubtier nach, erreichte nur einen Moment später als er den Waldrand und stoppte abrupt, als der Bär stehenblieb und sich offenbar keinen Millimeter weiter in den Wald hinein bewegen wollte. Spontan aber nicht ungalant landete der Schwarze auf einem Ast genau jenem Baumes, den Rhorax eingehend zu inspizieren begonnen hatte. Neugierig reckte der Rabe den Schnabel und beobachtete sehr genau, was der braune Brummer dort trieb. Sah seltsam aus. Taten Bären so etwas immer? Kailan hatte der Raberich jedenfalls noch nie dabei beobachten können, wie sie einen Baum ableckte. Als Rhorax schließlich kehrt machte, folgte auch Raaka, obschon er ein wenig frustriert darüber war, dass es nun wieder zurück anstatt voran ging. Als der Bär schließlich seine Erklärung mitteilte, seufzte der Schwarze leise. All das für nichts? Da spielte eindeutig jemand bösen Schabernack mit seiner Vorfreude!

Raaka war auf dem Boden gelandet und hoppelte nun ziellos auf und ab, dabei leise vor sich hin summend, um sich selbst von seiner Ungeduld abzulenken. Blöde Trinkpause! Der Rabe hatte keinen Durst und war offensichtlich nicht wirklich davon angetan, noch auf das Katzentier warten zu müssen. Die hatte doch lange Beine und würde schnell wieder zu ihnen aufholen! Klar, er entsann sich der Worte von Tam-Tam, dem freundlichen Otter. Aber wenn sie nur ein ganz klitzekleines Stück vorgingen? Da konnte doch sicher nichts pass-
Kailans Worte stoppten den Gedanken des Raben in einem Atemzug und auch sein Summen verlor sich in einem leisen Räuspern. Gut, dann würden sie eben nicht vorgehen. Aber zum stillen Herumsitzen pochte das kleine Herz in Raakas Brust inzwischen viel zu aufgeregt. Irgendwie musste er sich beschäftigen und er hatte auch schon eine Idee, die seinem Dilemma etwas nachhelfen konnte.

„Ich werde mal nachschauen, was die Katze so lang aufhält.“

... Und sie dazu bringen, diese langen Beine auch mal zu benutzen, fügte er in Gedanken noch hinzu. Dann erhob er sich wild flatternd, sodass seine Schwingen kleine Staubwölkchen vom Boden aufstoben ließen und setzte der Silberpranke nach.
[ ist bereit zum Aufbruch | ungeduldig | beobachtet Rhorax | fliegt los, um Nyphteq Beine zu machen ]
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Yaize
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Yaize »

Yaize wurde von Nyalas Worten aus einem unruhigen Traum gerissen und benötigte eine Weile, wieder in der Realität Fuß zu fassen. Sie hatte in ihrem Leben schon einige sehr, seeehr verrückte Träume gehabt und in Folge dessen unruhig geschlafen, doch so müde und unausgeschlafen wie an diesem Morgen hatte sie sich, soweit sie sich erinnern konnte, noch nie gefühlt. Träge und behäbig richtete sie sich auf und begann erst einmal damit, alle Körperpartien nach und nach zu strecken und zu dehnen. Dabei stieß sie mehr als einmal ein langes, von einem leichten Stöhnen und Schmatzen abgerundetes Gähnen aus und zuckte hier und da mal mit den Ohren. Als sie mit ihrem kleinen Ritual fertig war, ein paar Mal die kühle Morgenluft tief eingeatmet hatte und sich langsam einigermaßen Munter fühlte, sah sie sich nur mehr leicht benommen um und leckte sich mit der Zunge über die schwarze Fuchsnase.

Nicht weit von ihr lag ein Puma, Véandur. Er schien noch immer in einem ähnlich unruhigen Traum gefangen zu sein wie sie zuvor. Der Kater brummte leise im Schlaf, atmete schnell und zuckte immer wieder mit den Pfoten. Langsam und vorsichtig tappte die Füchsin in seine Richtung und stupste eine der Pumatatzen leicht mit der Nasenspitze an.

"Hey Schlafmütze, du musst jetzt aufwachen. Wir wollen gleich los."

versuchte sie den Kater mit ruhiger, freundlicher aber auffordernder Stimme aus der Traumwelt zu holen. Als dieser dann mit einem Mal die Augen weit aufriss, direkt aus dem Liegen aufsprang und auf allen Vieren landete, erschrak Yai ungeheuer und machte selbst einen kleinen, erschrockenen Satz zurück. Vandu atmete nun noch schneller und sah sich um, so als müsse er sich orientieren und daran erinnern wer und wo er überhaupt war. Nach einem etwas längeren Blick auf den Wald und einem etwas kürzeren über die Gruppe, sah er die Füchsin vor sich wie ein Gespenst an und sprach mit deutlicher Unruhe in der Stimme.

"Keine Pfote werde ich in diesen Wald setzen. Dieser Ort ist verflucht. Es tut mir leid, aber ich werde mir vom Rat einen anderen Auftrag geben lassen. Das hier ist Wahnsinn!"

Er hatte laut genug gesprochen, dass jeder in seiner näheren Umgebung ihn hören konnte. Und ohne ein weiteres Wort, ohne eine Reaktion abzuwarten, kehrte der Kater auf der Stelle um lief los, in die Richtung, aus der sie am Tag zuvor gekommen waren. Yai war sich sicher Angst in Véandurs Stimme gehört zu haben und bekam sofort ein mulmiges Gefühl in der Magengegend. Das waren alles andere als gute Anzeichen und erst recht kein besonders guter Start in ihre neue Mission.

Etwas bedröppelt und leicht überfordert mit dem eben Erlebten tappte sie in Richtung der Bären und Nyala, wobei ihr Blick immer wieder kurz zum Wald abschweifte, als könne sie so herausfinden, wovor Vandu sich dermaßen gefürchtet hatte.

"Tja… ich schätze, den sehen wir wohl nicht so schnell wieder."

[ bei Kailan, Rhorax und Nyala | erwacht, weckt dann Véandur und erlebt mit, wie der Kater reiß aus nimmt ]
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Nyala
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Nyala »

Der Blick der weißen Fähe folgte einen Augenblick der eleganten Bewegung Nyphteqs, die sich als einzige zum Wasser aufmachte. Abgesehen von Raaka kannte sie die Katze von dieser Gruppe am längsten und sie war inzwischen so etwas wie eine Freundin geworden. Nach und nach begann Nyala die Tiere der Gruppe nicht einfach nur als Mitstreiter zusehen, sondern als Rudel. Selbst das kleine Plappermaul von einem Fuchs, war gar nicht so nervig wie sie immer geglaubt hatte.
Die Gedanken stoben auseinander als sie den großen Bären Richtung Waldrand trotten sah, skeptisch beobachtete sie sein Handeln. Nur kurz war ihr Blick dabei zu Raaka gewandert, der sich auf einen Ast des Baumes setze, den Rhorax gerade ableckte. Nya neigte den Kopf in die Schräge. War der Braunpelz verrückt? Hatte der Rat ihrer Gruppe noch einen irren Gefährten an die Seite gestellt?

Als er zurück zu ihr und Kailan kam, befand sie ihn definitiv für nicht ganz normal, aber mit seinen Worten hatte er nicht unrecht, weshalb sie schließlich nickte.

“Wenn es wirklich nur ein Wald wie jeder andere ist“, nur in hässlich, “umso besser, trotzdem müssen wir unser Glück ja nicht herausfordern“,

ergänzte sie Kailans Worte und sah sich nach dem Rest um. Die aufgebrachten Worte, in denen Angst mitschwang, erreichten ihre Ohren und sie sah gerade noch wie der kürzlich zu ihnen gestoßene Puma davonrannte. Sie setzte an, um ihm zu folgen, blieb jedoch nach wenigen Metern wieder stehen. So einen Feigling konnten sie bei dieser Mission nicht gebrauchen, trotzdem wallte Ärger in ihr auf und sie verzog die Lefzen zu einem leisen Knurren.

“Scheint ganz so“,

brummte sie an Yaize gewandt und drehte sich schließlich wieder zu den verbliebenen Tieren um. Es fehlten nur noch Nyph und Raaka, der offenbar gerade dafür sorgte, dass die Raubkatze endlich fertig wurde. Nya hatte ihm die Ungeduld an der Schnabelspitze angesehen, wenigstens gab es noch einen unter ihnen, der seine Vorfreude angesichts des düsteren Waldes nicht verlor.

“Bevor wir jetzt losgehen. Gibt es noch jemanden, der lieber nicht mit auf diese Mission will? Wenn ja, dann kann er dem Puma direkt hinterherlaufen.“

Man konnte den Ärger in ihrer Stimme hören, während sie kurz einem nach dem anderen in die Augen blickte und schließlich zu Kailan lief.

“Ich gehe vor, du bildest die Nachhut“,

sprach sie im Befehlston und entsann sich gerade noch so, dass sie nicht allein das Sagen hatte,

“in Ordnung?“
[ beobachtet Rhorax skeptisch / redet mit ihm / bemerkt das Verschwinden von Véandur / ärgert sich / spricht zu allen, dann zu Kailan / will aufbrechen sobald alle da sind ]
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Nyphteq
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Nyphteq »

Nyphteq hatte den kleinen Bachlauf eben erreicht und ließ die raue Zunge in das kühle Plätschern gleiten, als ein dumpfes und mittlerweile gut bekanntes Krächzen ihre Ohren nach hinten zucken ließ. Anscheinend war sie doch nicht die einzige Durstige gewesen. Die Katze blickte sich nicht um, ihr Kopf verharrte viel mehr einen Moment lang in völlig regloser Position. Aus dem leicht geöffnetem Fang liefen einige Wasserperlen an ihren Lefzen herab und tropften mit unhörbarem Platschern zurück in den Bach, während sie die genaue Position des schwarzen Flattermanns ortete, der mit ordentlichen Flügelschlägen die letzte Distanz zwischen ihnen überbrückte.

„He, Silberkatze! Beeil dich, alle warten nur auf dich!“,

hörte sie die aufgeregte Stimme rasch näher kommen und konnte damit den Zeitpunkt der Landung des gefiederten Gesellen auf den Punkt genau vorhersagen. Nicht jedoch hatte sie die Landebahn des Vogels erahnen können und als sich herausstellte, dass dieser geradewegs ihren Rücken dafür auserkoren hatte, zuckte sie unwillkürlich ein wenig zusammen. Die Berglöwin spürte, wie sich die knochigen Rabenklauen um ihre aufgestellten Nackenhaare krümmten und ließ ein deutlich wenig begeistertes Seufzen erklingen. Dass der Rabe die dreiste Eigenart besaß, jeden seiner Gefährten ungefragt als Reittier zu missbrauchen, war inzwischen wohl allgemein bekannt. Es brachte nur, so glaube Nyphteq, nicht mehr als unnötigen Stress, sich darüber aufzuregen, aber das bedeutete noch lange nicht, dass man es deshalb gut heißen musste.

„Beruhige dich, Raaka, die zwei Minuten Warten werden niemanden umbringen“,

sprach die Katze, ehe sie mit betonter Seelenruhe weiter trank. Bis ihr Durst gestillt war, spürte sie zwar konstant die kleinen Rabenbeine auf sich herumtippeln, aber sie übte sich selbst darin, diese Unannehmlichkeit zu ignorieren. Kaum, dass sie den Kopf wieder hob und noch ehe sie die Gelegenheit hatte, sich die letzten Wassertropfen vom Maul zu lecken, ertönte über ihr wieder die Stimme des Raben.

„Fertig? Dann los jetzt!“

Offenbar machte Raaka keine Anstalten, die Wahl seiner Fortbewegungsart zu ändern. Wie eine lästige Zecke klebte er beharrlich zwischen ihren Schultern und dachte wohl gar nicht erst daran, sie wieder freizugeben, ehe sie die anderen erreicht hatten. Zur Strafe verfiel Nyphteq alsbald in einen absichtlich holprigen Trab und überbrückte springend einige umherliegende Äste und Steine. Sollte der Rabe da oben doch ordentlich ins Straucheln geraten. Ein Puma war eben kein Rabenzustelldienst! Ob ihre kleine Lektion Wirkung zeigte, blieb aber wohl abzuwarten. Als das Gespann die anderen schließlich wieder erreichte, wirkte der Vogel, zu ihrem leichten Verdruss, rundum zufrieden.

Scheinbar hatten sich in der Zwischenzeit auch die letzten ihrer Gefährten aufgerappelt und waren zum Aufbruch bereit. Der Rabe hatte also zumindest nicht gelogen. Nyphteq nickte Nyala zu und fasste danach Kailan einen Moment lang aufmerksam in die Augen, ehe sie den Rest der Gruppe überblickte, welche irgendwie zusammengeschrumpelt wirkte. Es dauerte einen Augenblick, bis die Katze realisierte, was an diesem Bild fehlte.

„Wo ist der Kater?“

Die Frage war an niemanden im Besonderen gerichtet gewesen und noch während sie sie aussprach, überkam sie eine unschöne Erinnerung. Etwas beruhigend war zumindest, dass keiner ihrer Gefährten so wirkte, als habe er soeben eine traumatisierenden Begegnung mit einem Ska gehabt. Es gab also keinen Grund, voreilig die Alarmglocken läuten zu lassen, oder?
[ kehrt mir Raaka im Schlepptau wieder zur Gruppe zurück | fragt nach Véandur ]
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Kailan
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Kailan »

Kailan nickte Raaka zu, als dieser aufbrach um Nyphteq anzutreiben, wenn sie so darüber nachdachte, war das Bild in ihrem Kopf zu dieser Szene schon amüsant und sie konnte es sich nicht richtig vorstellen. Der Rabe mochte einen großen Schnabel haben, aber das konnte sie sich beim besten Willen nicht vorstellen. Plötzlich erregte aber ziemlich schnell etwas anderes ihre Aufmerksamkeit völlig verdutzt schaute sie Veandur nach, welcher nach wenigen Worten einfach in die Richtung verschwand aus welcher sie gekommen waren. Sie waren schon wieder geschrumpft. Ein wenig hatte sie das Gefühl ein böses Omen würde über dieser Mission liegen. Sie schaute die übriggebliebenen Tiere an, auch Nyala war verständlicherweise nicht begeistert, dies verstand die Bärin sehr gut, sie wusste aber auch nicht, wie sie die Andere aufmuntern konnte. Schließlich waren sie alle freiwillig beim Widerstand, aber was sollte man auch anderes tun und Kailan tat das gerne was sie tat.
Ihr Blick glitt zu der weißen Wölfin als diese sie ansprach, ein bedächtiges Nicken war die Folge, sie war sich zwar des Befehlstons bewusst nahm ihr dies aber nicht übel und es fiel ihr auch nicht so sehr auf. Außerdem fand sie es nicht schlimm, so etwas konnte eben passieren. Sie verkniff sich ein schmunzeln als sich die Fähe schon ziemlich schnell verbesserte und fragte ob dies in Ordnung sei. Kailan antwortete ruhig und bestätigend:

„Ist in Ordnung, genauso hätte ich es auch vorgeschlagen…“

Die Bärin hatte kein Problem damit, sie alle konnten Fehler machen. Es würde schon werden. Außerdem empfand sie es nicht einmal als richtigen Fehler. Langsam bewegte sie sich auf den Wald zu, wobei sie im Vorbeigehen kurz und knapp Nyphteqs Frage beantwortete, die Irritation über die Entscheidung des Pumas überwog der Enttäuschung über sein Verhalten:

„Er hat sich entschieden zu gehen.“

Kailan blieb vor dem Wald stehen und wartete auf die anderen Tiere um die Nachhut zu bilden.
[ schaut Veandur nach |antwortet Nyala| geht langsam Richtung Wald | beantwortet Nyphteqs Frage | bleibt am Waldrand stehen ]
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Raaka
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Raaka »

Was für ein Ritt! Über Stock und Stein ging es in wildem Trab lustig durchs Gelände, sodass Raaka ordentlich durchgeschüttelt wurde und dabei mehr als einmal ein heiteres Keckern verlauten ließ. Er musste ja zugeben, er hätte es niemals von der großen Katzenkatze gedacht, aber sie gab wahrlich ein exzellentes Reittier ab und der Schwarze nahm sich fest vor, ihre Schultern von nun an öfter aufzusuchen. Und so wie die Samtpfote hüpfte und herumsprang – eben wie ein junges Reh voller Lebensfreude – musste es ihr wohl genauso viel Spaß gemacht haben. Sicher war das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Raakas Freude wurde nur leicht getrübt, als sie die anderen erreichten und erfuhren, dass Véandur Silberkater die Gruppe verlassen hatte. Aber, nun ja, vielleicht hatte er auch einfach nur etwas Wichtiges vergessen? Sicher würden sie ihn bald wiedersehen und dann würde er ihm alles über den Wolkenraben erzählen können – apropos! Der Gedanke an den Puma war fürs erste wieder vergessen, stattdessen hüpfte der kleine Rabenkörper einige Male auf den Schultern der verbliebenen Raubkatze auf und ab, eher er sich hastig in die Lüfte schwang als endlich, endlich Bewegung in den Trupp kam. Es war soweit! Zwischen ihnen und der Begegnung mit dem Wolkenraben stand nur noch ein kleiner Spazierflug durch diesen Wald, den zwar zugegebenermaßen eine recht eigenwillige Aura umgab, aber der ja dennoch bereits vom großen Meister Petz eingängig untersucht und für harmlos befunden worden war. Es gab also nichts, wovor man sich zu gruseln brauchte.

Nichts zumindest, als die unheimliche Stille, die den Wald beherrschte und die nun, da sie allmählich tiefer in sein Inneres vordrangen, paradoxer Weise immer lauter zu werden schien. Raaka hatte sich unverwunderlicher Weise recht weit vorne in der Gruppe positioniert und flog in geringer Höhe über den Köpfen seiner vierbeinigen Freunde hinweg. Dabei hielt er zur Abwechslung mal den Schnabel und betrachtete und belauschte dabei beinahe ehrfürchtig die graue Tristheit des verwitterten Hains. Hin und wieder hörte er vielleicht einen Ast knarren, etwas Laub unter den Pfoten seiner Gefährten knistern, oder das Geräusch des Windes in den eigenen Schwingen, aber irgendwie vermisste der Rabe die typische Geräuschkulisse eines Waldes. Das leise Rascheln der Mäuse zwischen den Büschen, das Grunzen der Wildschweine, das Singen der Vögel, all das fehlte hier, ganz so als wären er und seine Gefährten weit und breit die einzigen Lebewesen hier. Aber Raaka wollte seinen Lebtag lang Hohlkopf genannt werden, wenn er dafür keine Abhilfe wüsste! Er hatte ziemlich genaue Vorstellungen, wie er der blöden Stille Einheit gebieten und gleichzeitig die Stimmung seiner Freunde und insbesondere die eigene ordentlich heben konnte…

„Kennt ihr eigentlich schon das Lied vom Raben und dem magischen Korn?“

Ja. Kannten sie. Er hatte es ihnen schon gestern vorgetragen, kurz nachdem sie den Silberhain verlassen hatten. Mehrfach. Aber es war ja auch ein schönes Lied und noch dazu sehr lehrreich! Raaka wartete also gar nicht erst auf eine Antwort, sondern stimmte sofort mit ganzer Stimme zum Chanson an.

„Einst lebte ein Rabe, so träg wie ein Stein
mit zwei linken Flügeln gebor’n
von jedem geschallt
Doch es wandte sich bald
Fraß er einst ein magisches Korn

Die Schwingen gespannt und im Funkenflug
Stob er zu den Wolken hinauf
Noch nie war geflogen
Ein Tier so weit oben,
Es tat sich der Himmel ihm auf...“


Bei diesen Zeilen schwang auch Raaka sich höher und höher, bis durch das dichte Blätterdach des Waldes die ersten Flecken des in Orange getränkten Morgenhimmels hindurchschimmerten und ihm die mahnenden Worte Nyalas wieder in den Sinn kamen. Es fiel dem Raberich alles andere als leicht, sich an diese Tiefflug-Regel zu halten. Neugier und vielleicht ein bisschen Aufmüpfigkeit trieben ihn an. Was sollte da oben schon so gefährlich sein? War doch nur ein blöder, stinknormaler Himmel. Aber noch siegte seine Gefallsucht über den Drang, das Schicksal herauszufordern, wollte er schließlich die Wolkenwölfin und ebenso wenig Braunpelzin Kailan verärgern. Oder gar seine Freunde in Gefahr bringen. Also ließ sich der schwarze Vogel – derweil selbstverständlich unverdrossen weitersingend – mit angeklappten Flügeln einige Meter tiefer zwischen Ästen und Zweiten hindurch fallen, ehe er die Schwingen wieder ausbreitete. Ja, es war vermutlich besser, keine Zwischenfälle heraufzubeschwören. Umso schneller würden sie beim weißen Raben ankommen und das konnte der Schwarze zweifelsohne ohnehin kaum erwarten.
[ kommt mit Nyph an | fliegt sofort los, als es endlich los geht | beehrt seine Freunde mit einem Ständchen ]
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Nyala
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Nyala »

Noch immer verärgert über das abrupte Verschwinden des Pumas drehte Nyala sich nach ihrer ernstgemeinten Frage herum und musterte einen Moment das merkwürdige Gespann von Raben und Katze. Immerhin hatte Raaka es geschafft, Nyphteq zurück zu holen, so dass sie endlich aufbrechen konnten. Die Weiße nickte der Freundin zu, gab auch Kailan stumm zu verstehen, dass sie es gut fand, dass die Bärin die Nachhut bildete. So hatte sie hoffentlich jemanden hinter der Gruppe, der dafür sorgte, dass niemand den Pfad verließ und in den tiefen, dieses stillen, hässlichen Waldes verschwand.
Sie selbst setzte sich an die Spitze der Truppe und betrat nach einem tiefen Atemzug schließlich den Wald, während Raaka es offenbar vorzog über ihrem Kopf zu kreisen und sich zumindest vorerst an die Regeln hielt.

Eine Weile war es beinah unangenehm still um sie herum, wo man lediglich ihre Schritte und Atemzüge hören konnte, sowie ab und an das Flügelschlagen ihrer gefiederten Begleiter. Nyalas Ohren zuckten unstet umher, während ihre Nase auf Hochtouren lief. Der Pfad schlängelte sich schon bald durch die dunklen Bäume hindurch, so dass der Ausgang und ihr Lagerplatz schon bald nicht mal mehr zu erahnen war. Sie taten gut daran sich an die Worte des Otters zu halten, wenn sie sich in diesem Irrgarten nicht verirren wollten. Kurz trabte sie ein paar Meter voran, blieb stehen und lauschte, doch nicht mal das Rascheln einer Maus drang an ihre Ohren. Erst die krächzende Stimme des Raben durchbrach die Stille und ließ sie ihren Blick nach oben richten, wo Raaka allen Ernstes schon wieder dieses Lied anstimmte. Nya rollte mit den Augen und lief weiter. Zu ihrem eigenen Verdruss begann sie schon nach der zweiten Zeile leise mit zu summen. Kein Wunder, nach dem sie das Lied bereits gestern gefühlte hundert Mal gehört hatten und die Melodie und der Text damit in Fleisch und Blut übergegangen war.

“ Die Schwingen gespannt und im Funkenflug
Stob er zu den Wolken hinauf…“
,

summte sie leise, ehe ihr die Worte im Halse stecken blieben, weil der dumme Vogel durch die dichten Kronen der Bäume flatterte. Noch bevor sie seinen Namen rufen konnte, schien die Vernunft zurückzukehren, ebenso wie der Rabe, der sich durch einige Äste fallen ließ.

“Denk an die Worte des Otters, Raaka!“,

ermahnte Nya den Schwarzen und blickte sich einmal um, sah nach ob noch all ihre Gefährten da waren.
Unter dem Dach der alten, dunklen Bäume war es schwer die Zeit im Auge zu behalten und schon bald konnte Nyala nicht mehr sagen, wie lange sie schon gelaufen waren und wie weit sie bereits ins Innere gelangt waren. Nach weitere stillen Wolfslängen gabelte sich vor ihnen der Weg, so dass sie erneut stehen blieb und mit ihrer Nase über den Boden glitt, um eine Witterung aufzunehmen, doch da war nichts zu entdecken. Beide Wege waren nicht gut einzusehen und bogen bald schon wieder in eine andere Richtung ab, so dass es von dieser Position aus schwierig wurde zu entscheiden welcher Weg der bessere war.

“Wir machen eine kurze Pause. Verlasst den Weg nicht.“

Damit schlängelte sie sich an Rhorax, Nyp und Yaize vorbei, um sich mit Kailan abzusprechen, dabei achtete die Wölfin penibel darauf nicht eine Pfote neben den Pfad zu setzen.

“Eine Gabelung. Welchen Weg sollten wir weitergehen?“,

fragte sie die Bärin und ließ ihre Ohren zur Seite schnippen, als sie glaubte eine leise Stimme zu hören.

“Wir könnten Raaka und Lucien einige Meter vorausschicken, gerade soweit, dass wir sie noch im Auge behalten können. Oder wir entscheiden uns für einen der beiden Wege und schauen wohin er uns führt. Umkehren können wir später immer noch.“

Wieder ein Flüstern zwischen den Bäumen, so dass sich die Weiße umsah und in die tiefe des Waldes blickte. Doch da war nichts und ihre Nase bestätigte diese Annahme, so dass Nya den Kopf schüttelte und wieder zu Kailan blickte.
[ setzt sich an die Spitze der Truppe und begibt sich in den Wald / summt leise bei Raakas Lied mit / hält an einer Gabelung an / geht zu Kailan, um mit ihr zu klären was sie tun sollen / hört ein Flüstern im Wald ]
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