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AKTUELLES KAPITEL
Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

HANDLUNGSORT / UMGEBUNG
Unter der alten Eiche, Wäldchen am Rande des Weißwasser Sees, nahe der Kleinen Prärie
(Zur Karte)

TAGESZEIT / WETTER
frühe Morgenstunden / vom Sonnenaufgang orange gefärbte Schleierwolken am Himmel,
kühl, Tau auf den Gräsern, leichter Wind



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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 13. September 2018, 16:56 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Dunkelholz
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Wolf
Alter: 5
Fürs erste blieb ihr die Raubkatze eine Antwort schuldig, immerhin gingen die Gespräche weiter, mehr Informationen wurden ausgetauscht und so konzentrierte sich die Weiße mehr auf das Ratsmitglied und seine Worte. Als Brastk den Kopf hob, um Lucien anzusehen entblößte er weitere Narben und inzwischen fragte sich Nyala wie viele Kämpfe der alte Rüde bereits bestritten hatte. Obwohl er inzwischen so sehr gezeichnet war und nur noch auf drei Beinen lief, schien es ihn nicht daran zu hindern sich noch immer ins Getümmel zu werfen. Er erhielt ein respektvolles Nicken während er erklärte, dass ihre Priorität voll und ganz dem Auffinden des Raben und dem Artefakt geschuldet war. Sollten sie die Verschollenen finden, war das zwar gut, aber nebensächlich.
Aus den Augenwinkeln sah sie Yaizes Gestalt heranschleichen und einen kurzen Moment ließ sich Nya von den geflüsterten Worten ablenken. Die Füchsin ragte Raaka tatsächlich nach den Wolkengeschöpfen und natürlich hatte der Rabe nichts besseres zu tun als die Wölfin auf der er hockte als eben jenes zu identifizieren. Ein Ohr war nach hinten geschnippt und es hätte nicht mehr viel gefehlt ehe die Helle ein leises, warnendes Knurren von sich gegeben hätte. Allerdings stellte Brastk ihre beiden neuen Mitglieder vor und in seiner Stimme schwang ein unschöner Ton mit als er vom Bären sprach. Irgendetwas war geschehen, was die Meinung des alten Wolfes über Rhorax getrübt hatte und das war noch nett ausgedrückt. Er sprach von einer zweiten Chance und Nya würde den Riesen bei passender Gelegenheit einmal danach fragen.
Später. Jetzt kam der dunkle Rüde zur Auswahl des neuen Leittieres, was Nyala kurz dazu veranlasste sich umzusehen. Trotzki fehlte, er war das letzte Leittier ihrer Truppe gewesen, ob die Worte von Brastk sich auch auf dessen Führungskompetenzen bezogen.

Der humpelnde Gang des Ratsmitglieds führte ihn schließlich bei seinen Erzählungen zu Kailan, die er als Leittier auswählte. Soweit Nya wusste, gehörte die Bärin schon sehr lange zu dieser Gruppe, anders als sie selbst. In ihren Augen würde sich zeigen, ob die Braune ein gute Leitbärin abgab oder nicht. Nach ihrer Bekanntschaft mit der Pranke einer Bärin, war die Weiße selbst noch immer skeptisch, obwohl sowohl Flyght als auch Kailan sie danach weite Strecken getragen hatten. In den Sachen, die Brastk aufgezählt hatte, konnte sie jedoch nur zustimmen. Kailan war für die Gruppe da und passte auf jeden auf.
Die Wahl der Führungsposition war jedoch noch nicht zu ende, was die nächsten Worte Brastks deutlich machten, der nun direkt auf Nyala zukam und sie mit seinem starren Blick ansah.
Für ein paar Herzschläge lang glaubte die Weiße sich verhört zu haben, doch als Raaka die Wahl belobte realisierte sie, dass es doch kein Traum war. Der Rat und offenbar allen voran Brastk selbst hatte sie als zweites Leittier ausgewählt. Nyala blinzelte ein paar Mal und nickte schließlich stumm. Ihr fehlten just in diesem Moment die Worte, wo ihr Hirn noch dabei war die Worte zu verarbeiten.

Es gab dieses Mal zwei Leittiere und sie würde eines davon sein. Ihr Vater hatte sich dagegen ausgesprochen, was sie keineswegs verwunderte. Was sie mehr erstaunte war die Tatsache, dass es Brastks Entscheidung gewesen war. Noch während er weitersprach und ihnen deutlich machte, dass sie alles gemeinsam entscheiden mussten, dachte Nya weiter über die Konsequenzen nach. Zwei Alphas… gemeinsame Entscheidungen… das würde alles andere als einfach werden.
Ihre Augen huschten kurz zu Kailan, dann zu Rhorax. Hatte der Bär bereits in einer ganz ähnlichen Situation gesteckt und war gescheitert? Sie würde definitiv mit dem neuen Bären sprechen, nur nicht jetzt. Jetzt waren andere Dinge wichtig. Trotzdem war ihre Zunge noch immer wie gelähmt, das Gefühl erinnerte sie an das Gift der ekelhaften Larven, die sie totgebissen hatte.
Anders als sie selbst war Kailan in der Lage einige Worte des Dankes auszusprechen und sich dabei auch auf ihre Gruppe zu beziehen. Nyala blieb skeptisch, sah ebenfalls in die Runde der Tiere, die drauf und dran waren, auch ihre Freunde zu werden. Selbst wenn sie das nicht waren, sie würde dafür sorgen, dass sie alle heil zurückkehrten im besten Fall mit dem Artefakt und den Vermissten!

Durch die Ernennung der Leittiere hatte sie nicht mitbekommen, wie sich Yaize suchend nach Trotzki umsah und der neue Pumakater sie darauf ansprach. Ihre Aufmerksamkeit lag weiterhin auf Brastk und schließlich auf Kailan, die sich zu ihr gesellte.
Sie starrte der Bärin ebenfalls in die Augen und langsam lockerte sich ihre Zunge wieder, dennoch war es die Braune, die zuerst Worte fand. Worte, die als Aufmunterung gedacht waren, dass wusste Nyala auch, trotzdem verzog sie ihre Lefzen zu einem grimmigen Lächeln.

“Es spielt keine Rolle was mein Vater glaubt und sagt“,

meinte sie spöttisch und inzwischen entsprach es auch der Wahrheit, denn sie hatte endlich angefangen nicht länger nach seiner Anerkennung zu streben. Vielleicht war es zu spät jetzt erst damit anzufangen, aber besser als auf Ewig einem Gespenst hinterher zu rennen, dass sogar vor dem Rat kein Blatt vor das Maul nahm, wenn es um die eigene Tochter ging.

“es ist nur wichtig, dass wir diese Aufgabe gut erledigen.“

Und dann stellte diese doofe Bärin die einzige Frage, die sie lieber nicht hätte stellen sollen. Zumindest sah Nya das so, denn sie ahnte schon worauf das alles hinauslaufen würde und sie wollte nicht, dass Raaka anfing seine Geschichte über die Wolkenwölfe kund zu tun. Vor langer Zeit hatte sie diese Geschichte toll gefunden und hatte auch später noch daran gedacht. Bis ihr Vater ihr diese Flausen gehörig aus dem Kopf gewaschen hatte. Es waren eben doch nur Märchen, nichts als dummes Geschwätz und ihre Fellfarbe ein übler Scherz von Mutter Natur.

“Das ist doch jetzt nicht so wichtig“,

versuchte Nya die Erzählstunde ohne Erfolg abzuwenden,

“wir sollten so schnell wie möglich aufbrechen!“

Doch zu spät, Raaka hatte seinen Schnabel geöffnet und begann tatsächlich bei den Ereignissen ihres ersten Treffens. Missmutig verdrehte sie die Augen und war geneigt den Dunklen von ihren Schultern zu schütteln, aber das konnte sie nun schlecht machen, während alle Aufmerksamkeit auf ihm lag.
Das Schlimme an den Berichten des Vogels war, dass es durchaus plausibel klang, wenn man nur ein bisschen an alte Legenden glaubte und die Wolkenwölfin – äh weiße Fähe – sah zumindest einen Funken Wahres darin.

“Egal ob diese Vermutungen nun stimmen oder nicht. Solange wir herumsitzen und darüber debattieren werden wir nie rausfinden, ob ein Fünkchen Wahrheit dahintersteckt oder alles nur Märchen sind. Wir haben eine Aufgabe bekommen und je eher wir aufbrechen, desto eher werden wir mehr über das alles erfahren. Falls also keine weiteren Worte zu wechseln sind, würde ich sagen stärkt sich jeder noch einmal und dann machen wir uns auf den Weg“,

mit diesen Worten versuchte Nyala gekonnt abzulenken, während sie sich insgeheim ausmalte wie ihre Stärkung aussehen würde. Schwarz gefiedert mit einem dunklen Schnabel, aus dem viel zu viele Worte purzelten und kurz huschten ihre Augen auch zu der Rotfüchsin. Ihr hatte sie bereits damit gedroht, dass sie sie auffressen würde, wenn sie den anderen verriet, dass sie auch nett sein konnte. Leider bezweifelte sie, dass es besonders gut ankam, wenn sie einen der Gruppe auffraß. Also würde sie sich Raaka so zur Brust nehmen müssen und ihm noch einmal erklären, dass sie keine Wolke sondern ein Wolf war. Ganz genau das hatte sie damals schon versucht dem kecken Raben zu erklären.

[ hört zu / überrascht über ihre Führungswahl / skeptisch das sie das gemeinsam schaffen / alles andere als froh über Raakas Geplapper ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 14. September 2018, 19:42 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Abendrot Gebirge
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Puma
Alter: 4
Nyphteq lauschte, obwohl in ihrem Hinterkopf Dämonen huschten, aufmerksam den weiteren Gesprächen. Während der Adler sich nach den Vermissten erkundigte, schien der andere Gefiederte im Bunde bereits in ganz anderen Sphären zu schweben. Seine Ausschweifungen wunderten die Katze, obwohl sie den Raberich noch nie derart übereifrig gesehen hatte, wenig. Allerdings zweifelte sie stark daran, dass sein Enthusiasmus der Mission zuträglich sein würde. Selbst, oder gerade wenn sie hier von übernatürlichen Dingen sprachen, galt es umso mehr, einen kühlen Kopf zu bewahren. Nicht, dass Nyphteq dafür gerade ein Paradebeispiel ablieferte, hatte sie sich doch selbst nur von Emotionen geleitet von dieser Mission überzeugen lassen, aber zumindest verlor sie sich nicht in sinnlosen Fantastereien.

Als die weiße Freundin in ihrem Blickfeld erschien und Worte der Besorgnis ausdrückte, dauerte es einen ganzen Moment, ehe Nyphteq überhaupt reagierte und ihren Blick der Wölfin zuwandte. Es musste eine rhetorische Frage sein, die diese ihr gestellt hatte, denn angesichts ihrer derzeitigen Situation, der ungewissen Zukunft und der schmerzhaften Vergangenheit, die sie alle inner- und außerhalb des Widerstands zu erdulden hatten, konnte wohl kaum davon die Rede sein, dass alles in Ordnung war. Und trotzdem verfehlte die vermeintliche Intention Nyalas ihre Wirkung nicht gänzlich. Es lag doch ein wenig Trost darin, zu wissen, dass sich ihre Gefährten um sie sorgten, so wie sie sich inzwischen um sie sorgte. Ein seltsamer Gedanke, der ihr vor wenigen Wochen wohl nie in den Sinn gekommen wäre, und doch fühlte er sich immer weniger fremd an. Ein dumpfes aber dankbares Lächeln lag auf den Lefzen der Raubkatze, auch wenn sie nicht sicher war, ob Nyala, die den Blick Brastk zugewandt hatte, dieses im Augenwinkel sehen konnte. Es bedurfte jedoch in den Augen der Katze ohnehin wenig klärender Worte, zumal der Ratswolf gerade wieder die Stimme erhoben hatte und das Leittier dieser Mission verkündete.

Nein, Leittiere. Nyphteq war erst zu kurz im Widerstand, um zu sagen, wie ungewöhnlich die Wahl zweier Tiere als Anführer tatsächlich war, aber unzufrieden war sie mit der Situation keineswegs. Nyala hatte in der Vergangenheit mehr als einmal bewiesen, dass sie in der Lage war, eine derartige Verantwortung zu übernehmen und das trotz ihres Stolzes und ihrer vermeintlichen Unantastbarkeit. Kailan hingegen sah die Katze als eine Art Gegenpol. Die Stimme der Vernunft. Einzig fragte sie sich, ob das Kräfteverhältnis zwischen den beiden wohl ausgeglichen sein würde. Eine erste Kostprobe auf die Antwort dieser Frage wurde Nyphteq offenbar direkt beschert.
Der Katze war der missmutige Blick Nyalas nicht entgangen, als Kailan ausgerechnet Raaka nach weiteren Informationen ausfragte, und damit dessen Aberglauben noch weiter schürte. Obwohl man dem Raben lassen musste, dass er erstaunlich ausführliche Antworten parat hatte. Es amüsierte die Katze beinahe, dass Nya direkt zum Aufbrechen drängte, auch wenn sie ihr in dieser Hinsicht nur zustimmte. Ein Detail jedoch war nicht spurlos an der Kätzin vorbeigegangen und hatte ein leichtes Zucken in den dunklen Ohren ausgelöst. Raaka und Nyala kannten sich bereits von früher? Und er hielt sie für eines dieser Wolkenviecher? Die Berglöwin war sich nicht sicher, ob sie Mitleid oder Spott empfinden sollte, entschied sich am Ende jedoch gegen beides und wandte sich stattdessen vertrauensvoll an die weiße Fähe.

„Du kennst Raaka also schon länger? War der schon immer so… verrückt?“

Auch, wenn es für den Moment ja ganz lustig klingen mochte, so konnte es sich im Ernstfall doch als ein Problem herausstellen, wenn der Rabe den anderen übermäßig solcherlei Flausen in den Kopf setzte. Legendenglauben hin oder her – wenn es dazu führte, dass sich eine ganze Gruppe in irgendwelchen Fantasien verrannte, wäre damit am Ende womöglich noch ihre Mission gefährdet. Es war doch etwas beruhigend zu wissen, dass Nyala einen Teil der Leitung übernehmen würde. Die Katze war überzeugt, dass die Weiße im Ernstfall kurzen Prozess mit diesen Hirngespinsten machen würde.

[ Bei Nya, Raaka, Kailan, Yaize | reagiert auf Nyas Frage | fragt sie nach Raaka ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 22. September 2018, 14:42 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Blitzberge
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Bär
Alter: 8
Die Bärin lauschte aufmerksam den Worten Raakas driftete aber dennoch zwischendurch immer wieder ab, sie war ein Leittier geworden. Es fühlte sich so unfassbar unwirklich an, dass sie fast vergessen hätte, Raaka weiter zuzuhören. Schließlich stempelte sie die Worte des Raben zu ihrem eigenen Bedauern größtenteils als im Moment nicht hilfreich ab und schaute zu Nyala, welche nicht glücklich aufgrund ihrer Frage aussah. Die weiße Fähe hatte ebenfalls gesprochen und die Bärin konnte nicht anders als sie anlächeln, sie selbst wollte ebenfalls los und überlegte sie wie Raaka sanft auf später vertrösten konnte. Schließlich meinte sie als der Rabe seinen Redeschwall unterbrach:

„Ich denke der weiße Rabe kann uns mehr erzählen, sollten wir ihn wirklich treffen…“

Die Bärin nickte zustimmend zu Nyalas Worten, dann schaute sie sich einmal alle ihre Freunde und Widerstandstiere an und ihr Blick wurde leicht irritierend, wo war Trotzki?! Ein kurzer Blick galt noch einmal der weißen Fähe vor sich. Die Braune machte sich innerlich Sorgen warum der Fuchs nicht bei ihnen war. Sie erhob schließlich lauter ihre Stimme, da sie sich nicht sicher war, ob Nyala nicht für alle von ihnen laut genug gesprochen hatte:

„Nyala hat Recht, wir sollten die Geschichten wer sie hören möchte auf den Weg vertagen und uns jetzt noch einmal stärken und dann sollte es so schnell wie möglich losgehen.“

Die Bärin setzte sich kurz dorthin wo sie sich gerade befand und dann fielen ihr noch zwei weitere Punkte ein, welche sie mit Nyala besprechen wollte. Deswegen sah sie der Fähe in die Augen um dessen Aufmerksamkeit zu bekommen. Ihre Stimme war ruhig und überlegt als sie sehr leise zu Nyala sprach, sehr darauf bedacht, das Rhorax nichts von ihren nächsten Worten mitbekam, auch wenn die ersten ihn gar nicht betrafen:

„Ich würde Raaka und Lucien unsere beiden Gefiederten gerne als Kundschafter auf dem Weg zum Wald und im Geisterwald nutzen. Wobei ich sie aufgrund der Ereignisse, welche zu verschwundenen Tieren führte im Geisterwald nur sehr nah von uns kundschaften lassen möchte. Ich will das diese Mission gelingt, aber wir müssen mit Bedacht vorgehen und ich denke, da spreche ich dir ebenfalls aus der Seele…“

Sie wollte sich erst einmal mit Nyala besprechen, bevor sie alleine entschied und die Bärin bedauerte sofort, dass sie nur zwei Vögel in der Gruppe hatten. Als Nächstes näherte sie ihr Haupt noch mehr zu Nyala und ihre Stimme wurde noch leiser, sie sah absichtlich nur die Wölfin an, es sollte kein großes Aufsehen erregen und nur wie eine normale Besprechung unter Leittieren aussehen:

„Ich hoffe du bist damit einverstanden, wenn ich zunächst die Nachhut bilden würde, denn ich würde gerne unseren neuen Bären Rhorax ausfragen. Mir gefällt nicht, was Brastk über ihn gesagt hat. Wenn du dies aber lieber übernehmen möchtest, gehe ich auch vor…. Ich werde dir natürlich Berichten was ich in Erfahrung bringe…“

In ihren Augen leuchtete große Sorge um das Scheitern der Mission und auch Misstrauen darüber ob von Rhorax Gefahr ausging, was er ihr zwar bestimmt nicht auf die Nase binden würde, aber sie wollte dennoch versuchen ihn besser kennenzulernen und nebenbei auszuhorchen.


[ stempelt Raakas Worte größtenteils als Märchen ab | spricht zu dem Raben | spricht dann zu allen | flüstert Nyala etwas zu | geht bei ihrer letzten Worten mit ihrem Kopf noch näher an Nyala heran und spricht noch leiser ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 25. September 2018, 17:37 
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Status: Zweite Seele

Herkunft: Westliche Blitzberge
Geschlecht: Männlich
Tierart: Bär
Alter: 12
Hätte man erwartet, dass Rhorax auf die Provokationen von Brastk einging und brüskiert reagierte, so wäre man enttäuscht worden. Die Art, wie der Ratswolf den Bären der Gruppe vorstellte war mehr als nur eisig und alles andere als freundlich. Dennoch wusste Rhorax um die Tatsache, dass das was Brastk von sich gab auch der Wahrheit entsprach. Er hatte Mist gebaut und nicht wenige hatten dafür mit ihrem Leben bezahlt. Es war nicht selbstverständlich, dass der Rat ihm zugestanden hatte wieder in den Dienst des Widerstands zu treten und auf seine eigene Art und Weise war er ihnen dankbar für diese Chance. Dem Kampf gegen die Ska hatte der Bär sein Leben verschrieben und nirgendwo konnte er dies so effektiv tun, wie an der Seite des Widerstands. So verblieb der neutrale, alles stoisch ertragende Gesichtsausdruck des Bären, während er die Geschehnisse um sich herum nahezu regungslos weiter beobachtete.

Seine eigentlichen Fragen wurden nach und nach beantwortet und die beiden auserkorenen Leittiere wurden kurz einer oberflächlichen Abschätzung unterzogen. Da er sie nicht näher kannte, konnte der Bär nicht beurteilen, ob sie für diese Art von Verantwortung geeignet waren oder nicht, doch das was sie so von sich gaben sprach zumindest nicht unbedingt dagegen. Außerdem, wer war er schon in ausgerechnet diesem Punkt objektiv urteilen zu können? Die Tatsache, dass Brastk zwei Leittiere ernannt hatte statt wie üblicherweise eines überraschte den Braunen nur kurz. Er war geübt darin, Dinge hinzunehmen und nicht zu viel zu hinterfragen. Der Rat wird sich schon etwas dabei gedacht haben und es war schließlich nicht auszuschließen, dass seine einstige Berufung in diese Position vor nicht allzu langer Zeit dieser jetzigen Entscheidung irgendwie zugetragen hatte.

Während die anderen, angetrieben von den Erzählungen eines äußerst eigenwilligen Raben, Geschichten um Wolkengeschöpfe und anderen Fantastereien lauschten, erhob sich Rhorax ohne Eile von seinem Platz und schüttelte einmal leicht den Pelz durch. Ein paar alte Wunden juckten zwar noch unter dem dichten Fell und hier und da spürte er ein leichtes Ziehen, eine Art Muskelkater, wenn er eine falsche Bewegung machte, dennoch fühlte er sich Aufbruchbereit. Mit gemächlichen Schritten näherte er sich dem Punkt, an dem sich zusehends die Gruppe um ihre neuen Leittiere und die gesprächige Schwarzfeder versammelte. Die beiden Leittiere sprachen gerade miteinander, schienen sich abzusprechen ob des Vorgehens und tuschelten teilweise auch. Es hieß kurz zuvor, sie sollten sich noch einmal stärken und dann aufbrechen. Rhorax war bereit und viel mehr wollte er auch nicht mitteilen. Mehr gab es nicht zu sagen. An der Seite seiner Artgenossin blieb er stehen, sah kurz von Nyala zu Kailan und wieder zurück. Seine Stimme war ruhig, unaufgeregt und nüchtern.

"Wie Brastk sagte… Rhorax ist mein Name. Ich bin bereit."

Bereit zum Aufbruch, bereit für diese Mission, bereit den beiden Leittieren Folge zu leisten, bereit sich zu bewähren und so weit es ging auf diese Gruppe einzulassen. Bereit zu allem. Mit diesen Worten tat er wieder zwei Schritte zurück, ließ den Leittieren ihren Raum für sich und wäre dabei beinahe auf eine Füchsin getreten. Er wandte den Kopf um, sah zu Boden und entdeckte Nunki in seiner Nähe. Sein Blick ruhte fasziniert auf der Füchsin und für einen Augenblick hätte der Bär schwören können, noch nie ein so zartes und zerbrechliches Geschöpf gesehen zu haben.

"Entschuldige."

Brummte der Bär versöhnlich und mit aufrichtigem Bedauern, ehe er einen zusäzlichen Schritt zur Seite tat, um Nunkatka Platz zu machen und den ungehinderten Blick auf die anderen zu ermöglichen.


[ nahe der anderen, bei Nunki | lauscht den Gesprächen, gibt zu verstehen, dass er bereit ist und „stolpert“ beinahe über Nunki ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 25. September 2018, 17:44 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Wettersturzhügel
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Fuchs
Alter: 2
Yaizes suchender Blick wurde wie aus dem Nichts von einem Puma aufgefangen, der sich an ihre Seite begeben hatte. Véandur, wie sie inzwischen wusste, war einer ihrer beiden Neuzugänge und schien auf den ersten Blick einen sympathischen, freundlichen Eindruck zu machen. Das war sie von den letzten Begegnungen mit Geschöpfen seiner Gattung nicht unbedingt gewohnt. Sie musste die Nasenspitze leicht heben, um dem Kater in die Augen sehen zu können. Für einen Augenblick fühlte sie sich ertappt, deswegen kam die Antwort erst nach einem kurzen Zögern.

"Ähm… ja. Tu ich. Normalerweise gehört noch ein Fuchs zu unserer Truppe. Trotzki ist sein Name und eigentlich müsste er längst hier sein. Ich hoffe ihm ist nichts passiert."

Sie legte den Kopf leicht schief und musterte den Kater vor sich. Äußerlich schien ihn nichts von seinen Artgenossen zu unterscheiden. Er wirkte nicht weniger kräftig, elegant oder bedrohlich auf sie, zumindest aus Fuchsperspektive, aber seine Augen strahlten eine ungewohnte Offenheit aus. Sie wusste, dass viele Pumas das Alleinsein bevorzugten und ihre Tage als Einzelgänger fristeten, was es sicher nicht einfacher machte sich in Gemeinschaften wie dem Widerstand einzufinden. Véandur schien sich aber in Gegenwart von ihr und ihren Freunden keinesfalls unwohl zu fühlen und auch seine Frage zeugte von Empathie und Aufmerksamkeit. Die Füchsin schob die Sorge um Trotzki für einen Augenblick zurück und schenkte dem Kater ein freundliches, wohlwollendes Lächeln.

"Es ist lieb, dass du gefragt hast. Dein Name war Véandur, richtig? Ich bin Yaize, aber die Meisten nennen mich einfach Yai. Wir hatten noch nicht so viel miteinander zu tun, denke ich. Es freut mich, dass du uns begleiten wirst. Wir können Hilfe immer gut gebrauchen. Also… Willkommen in unserer kleinen Familie."

Damit stupste sie dem Puma kurz mit der Nasenspitze gegen die Brust. Dann widmete sie sich wieder Raaka, der seine Erzählungen von den Wolkengeschöpfen fortsetzte. Neugierig und mit welpischer Faszination im Blick sog sie jedes Wort des Raberichs auf. Die Worte, mit denen er seine Begegnung mit Nyala beschrieb, brachten die Füchsin dazu immer wieder ungläubig zu der Wölfin zu schielen. Doch da sie diese inzwischen ein wenig besser kennengelernt hatte, schien ihr diese Geschichte weniger unglaubwürdig als noch einige Tage zuvor. Die Art wie er erzählte weckte die Vorstellungskraft der Füchsin. Wasserwesen… Feuerwesen… was, wenn es sowas wirklich gab. Das schien ihr alles gar nicht so abwegig.

Und wenn die Farbe des Fells und der Federn weiße Geschöpfe als Wolkenwesen kennzeichnet, bin ich dann mit meinem roten Pelz vielleicht ein Feuerwesen? Dieser Vul’Canos war doch eine Art Wolf oder Fuchs mit drei Köpfen… das wäre doch irgendwie naheliegend.

Sie begutachtete Nyala noch einmal und anstatt ihre Gedanken wie zuvor für sich zu behalten, sprach sie die folgenden Worte laut aus, wobei sie das wahrscheinlich nicht einmal mitbekam. Ein leichter Hauch von Skepsis lag in ihrer Stimme.

"Dann ist Nya also ein Wolkengeschöpf… aber Wolken sind doch riesig, teilweise bedecken sie den ganzen Himmel. Sie ist eher sowas wie eine kleine Wolke. Ein Wölkchen. Ein Wölkchenwolf."

Das schien schlüssig und passte irgendwie besser als der Begriff Wolkenwolf, wie sie fand. Ihre Augen wanderten zum Gesicht von Nyala und sie fing unwillkürlich den Blick der Wölfin ein, der ihr einen kalten Schauer über den Rücken jagte. Wie war das? Hatte sie das grad Laut gesagt?! Die anderen durften doch nicht wissen, dass…

…moment, denke ich gerade oder Spreche ich?! Okay… ich spreche nicht mehr. Aufpassen, Yai! Du hast es ihr versprochen. Beiß dir auf die Zunge!

Die Füchsin legte die Ohren seitlich, duckte sich leicht und lege ein entschuldigendes Lächeln auf ihre Lefzen, nachdem sie sich einmal kurz mit der kleinen, rosa Zunge über die Nasenspitze gefahren war.


[ an der Seite von Véandur | bedankt sich bei dem Kater für die Aufmerksamkeit, heißt ihn willkommen, hört Raaka zu und fantasiert die Gedanken weiter ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 30. September 2018, 23:41 
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Status: Zweite Seele

Herkunft: Düsterwald
Geschlecht: Männlich
Tierart: Rabe
Alter: 6
Zugegeben, die Begeisterung und auch die Ideen, die er von seinen Mitstreitern erwartet hätte, hielten sich in Grenzen. So wirklicht ließ sich zunächst keiner auf die Auskünfte des Raben ein. Aber vielleicht waren sie ja so überwältigt von diesen neuen Informationen, dass es ihnen die rechten Worte verschlug? Die weiße Wölfin drängte einmal mehr zum Aufbruch. Vielleicht ein Zeichen, dass sie es insgeheim genauso wenig erwarten konnte, diesen weißen Raben zu treffen, wie er. Und damit auch das andere Leittier nicht die Motivation verlor, fügte Raaka deren Worten schnell aufbauend hinzu:

„Wir werden ihn treffen!“

Alles in allem war der Raberich recht zufrieden mit sich und vor allem natürlich mit der bevorstehenden Mission. Er selbst konnte es kaum erwarten, dass sie endlich ausflögen und stimmte daher Kailans nächsten Worten nickend zu. Er hatte noch ein paar Geschichten, nicht zuletzt jene von diesem Raben, dessen Namen er vergessen hatte und die zwar nichts mit Wolkengeschöpfen zu tun hatte, aber trotzdem eine sehr lehrreiche Moral beinhaltete, die den anderen bestimmt gefallen würde. Diese würde er ihnen mit Freuden auf dem Weg vortragen, Hauptsache sie setzten sich endlich in Bewegung. Wobei er gegen eine kurze Stärkung natürlich nichts einzuwenden hätte. Mit gezielten Blick suchten seine Augen den Waldboden nach einem Snack ab, doch weder eine Schnecke noch wenigstens ein kleiner Käfer streiften seine Sicht, ehe die helle Stimme der roten Fuchsfähe seine Suche vorzeitig unterbrach.
Aufmerksam lauschte der Schwarze den Gedanken der Rotnase und legte einen Moment lang den Kopf schief, während er überlegte. Es dauerte allerdings nicht lange, bis er den vermeintlichen Schwachpunkt in Yaizes Theorie ausfindig gemacht hatte und gleichzeitig einer weiteren Sache bitterlich gewahr wurde. Nyala war, wohl wie alle Wolkenwölfe, sehr stolz. Es würde ihr sicher nicht bekommen, von einem solch edlen Geschöpf zu einem Wölkchen degradiert zu werden. Aber vielleicht war es für eine Schadensbegrenzung noch nicht zu spät! Der Raberich hüpfte federleicht von Nyas Schultern und vor die dunklen Pfoten der Rotfüchsin. Sein Blick war freundlich, denn auch wenn die Rote nur bedingt recht hatte, so freute es den Schwarzen, dass sie mehr lernen wollte.

„Stimmt schon, rote Freundin, Wolken sind riesig. Aber die Wolkengeschöpfe sind ja nicht selbst Wolken, sondern sie kontrollieren sie. Mit ihrem Geist… denke ich. Und der ist ja viel größer. Nun ja, so ganz genau weiß ich noch nicht, wie sie es tun. Ich meine, wenn ich es wüsste, dann wäre Nyala ja auch in der Lage, die Wolken zu kontrollieren. Aber ich wette, der weiße Rabe kann uns mehr dazu sagen.“

Raakas Blick huschte nun hinüber zu Yaizes Sitznachbarn und seinen Schnabel verließ bei dessen Anblick ein freudiges Klackern. Er hatte die Ankunft des Katers beim Widerstand mitverfolgt, aber dass er sogar ihrer Gruppe zugeteilt worden war, erfüllte den Raben mit doppelter Freude. Bisher hatte er noch keine Gelegenheit gehabt, diese auszudrücken, aber das wollte er nun nachholen.

„Véandur Silberpranke! Es ist eine Freude, dich dabei zu haben. Wer hätte gedacht, dass wir nun gemeinsam den alten Legenden auf der Spur sind? Bist du auch schon gespannt auf die Begegnung mit dem Wolkenraben?“

Der Kopf des Schwarzen wippte neugierig von einer Schieflache in die andere. Bisher hatte sich der Kater eher als Befürworter ihres bevorstehenden Abenteuers gezeigt, aber der Raberich war gespannt darauf, was der Puma genau darüber dachte.

[ Erst auf Nyas Schulter | antwortet Kailan | dann bei Yai und Vandu | spricht mit beiden ]


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 Betreff des Beitrags: Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente
BeitragVerfasst: 7. Oktober 2018, 00:40 
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Status: Widerstandskämpferin

Herkunft: Südöstliche Sommerwiesen
Geschlecht: Weiblich
Tierart: Fuchs
Alter: 1
Nunki hatte die Entwicklung des Gesprächs zwischen dem gruseligen Ratsmitglied und ihren Freunden gespannt beobachtet. Nachdem sie mit Feuereifer gesprochen hatte, hatte sie es kein zweites Mal gewagt – oder die Gelegenheit bekommen – diese Mission zu verteidigen. Welch glückliche Fügung war es zudem, dass Kailan zusammen mit Nyala als Leittier auserkoren wurde. Die Bärin hatte sich optimistischer gezeigt als die meisten Widerständler. Und nicht nur sie. Nunki war froh, dass zumindest einige wenige begriffen, weshalb diese Mission so wertvoll war. Vor allem Raaka schien genauso aus dem Häuschen zu sein, als der ergraute Schwarzpelz von einem weißen Raben – oder Wolkenraben? – sprach.
Und damit hatte ihr gefiederter Geselle automatisch Nunkis vollste Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Sie vergaß alles um sie herum. Wieso hatte sie noch nie von den Wolkengeschöpfen gehört? Es gab Wolkenwölfe? Dann musste es bestimmt auch Wolkenfüchse und andere Tiere geben. Eine freudige Erregung ließ ihre Fellspitzen jucken, während sie ihren Kopf nach Geschichten absuchte, die auf Raakas Beschreibungen passten. Sie fand allerdings nichts und war fast ein wenig enttäuscht – und sauer – darüber, dass ihre Eltern ihr nie von Wolkenwesen erzählt hatten.
Raakas nachfolgende Theorien waren so faszinierend für die kleine Füchsin, dass sie sich kaum mehr für die feinen Details der Mission interessierte. Irgendetwas mit Geisterwald, einem verlorenen Spähtrupp… aber… Wolkenwesen! Die sogar noch von Re persönlich erschaffen worden waren. Nunki konnte kaum stillsitzen, so wild peitschte ihre Rute hin und her – bestimmt würde sie sich bald in die Lüfte erheben. Dabei schoss ihr Blick immer wieder zu Nyala, die laut Raaka doch tatsächlich ein Wolkenwolf war. So sahen sie also aus? Nunki musste zugeben, dass sich die Wölfin äußerlich kaum von Thalia unterschied und bislang auch keine besonderen Fähigkeiten zutage gebracht hatte, doch sie war nicht so naiv zu glauben, dass nicht doch eine geheimnisvolle Kraft in ihr schlummerte. Wolkenwesen… vielleicht war es auch das, was sie suchen mussten. Geschöpfe, die im Dienst der Drachen gestanden hatten, die Kräfte besaßen, von denen die Ska zurückschreckten.
Ihr Kopf begann zu pochen, während sie über all diese Möglichkeiten frolockte. Sie war so gefangen, dass sie fast von einem Bär zerquetscht worden wäre. Nicht irgendeinem Bär, sein Name war Rhorax… oder Véandur? Die Füchsin hatte nicht mehr auf Brastk’s Worte geachtet und deshalb sah sie den pelzigen Riesen nun genauso schuldbewusst an wie er sie.

“Ich… ja, tut mir auch Leid.“

,brabbelte sie unschlüssig und ihre Augen huschten sofort zu dem Schwarz-Weiß Duo, als Rhorax-Véandur die Sicht freigab, doch wie es schien wurde dort nur über die Terminologie der Wolkenwesen diskutiert. Allerdings löste sich bei längerem Zuhören ihre Zuordnungsproblematik, sodass sie endlich den Bären neben sich anstrahlen konnte.

“Ach, du bist Rhorax, richtig? Ich bin Nunki und… ähm…“

Was war denn nur heute los, dass so viel Aufregendes passierte? Es war ihr nicht vergönnt sich mit dem neuen Mitglied des Widerstands vertraut zu machen, denn aus den Augenwinkeln bemerkte sie eine auffallende, schimmernde Bewegung weit ab von der Gruppe. Sie verschwand hinter einem Gebüsch, doch das Interesse war geweckt.

“Entschuldige mich kurz. Ich bin gleich wieder da.“

Mit diesen Worten und ohne eine Antwort abzuwarten, huschte sie tief geduckt durch das Gras bis ihre Gruppe außer Hörweite war. Sie umrundete langsam den Busch und erstarrte als sie erkannte, was dort auf sie lauerte.

“Rhuven? Was machst du denn hier?“

Ihr Bruder war der letzte Fuchs, den sie hier erwartet hätte. Ungläubig sah sie ihn an. Er sah noch genauso aus wie vor einem halben Jahr, als wäre er keinen Tag gealtert, seit er sie zurückgelassen hatte… nun ja, wenn man davon absah, dass seine Fellfarbe in ein blaues flirrendes Schimmern übergegangen war. Er wirkte sogar fast durchsichtig. Nunki blinzelte heftig, doch er stand weiterhin vor ihr. Also keine Vater Moorgarna, oder wie ihre Schwestern das immer genannt hatten.
Allerdings sprach er jetzt zu ihr, ohne seine Lefzen zu bewegen. Und seine Stimme sprach direkt in ihrem Kopf, nicht über ihre Ohren. Nunki legte den Kopf schief, als er sie mit seiner aufgeregten, kindlichen Fuchsstimme zu einem Abenteuer aufrief. Oh ja, das wäre toll! Sie fiepte erfreut, zögerte dann und warf einen Blick über ihre Schulter. Von dort sah sie immer noch den Widerstand tief versunken in Gesprächsgruppen.

“Du könntest uns auf unser Abenteuer begleiten, wir gehen auf Drachenjagd… oder so. Wir suchen ein Artefakt, das uns die Kräfte der Drachen gibt.“

Sie sah ihren Bruder stolz an und verstand gar nicht, wieso er sie bedauernd musterte. Er schüttelte den Kopf, was sie noch viel weniger verstand. Erst als er wieder in ihrem Kopf erklang, verstand sie, wieso ihr Abenteuer so enttäuschend auf ihn wirken musste. Mit seiner neckischen, leicht herablassenden Art sprach er von Dracheneiern - Dracheneier! -, die er gefunden hatte. Ganz in der Nähe, versprach er. Sie würden zurück sein, noch ehe die anderen etwas davon merkten, sagte er. Wirklich? – Ja, ganz wirklich!
Nunki überlegte scharf. Die anderen würden große Augen machen, wenn sie mit Dracheneiern zurückkehren würde. Niemand würde die Existenz und die Großartigkeit dieser Geschöpfe mehr anzweifeln und alle ihre Probleme wären gelöst. Sie müssten nicht nach einem Wolkenraben im Geisterwald suchen. Es klang nach einem guten, vernünftigen Plan. Und dann würde sie Rhuven ihre neuen Freunde vorstellen. Es war ein wirklich guter Plan. Rhorax hatte sie versprochen gleich wiederzukommen, doch das würde sie ja auch tun, oder? Immerhin hatte ihr Bruder gesagt es sei ganz in der Nähe. Sie willigte mit einem Nicken ein und dann waren sie auch schon unterwegs, ihr Bruder voran und Nunki seinem blau-silbrigen Schweif folgend.
Er hatte sich doch ganz schön verändert, war sein Fell früher nicht genauso tiefrot wie ihr eigenes gewesen?

[freut sich über Kailans und Nyalas Ernennung | ist begeistert von Raakas Erzählungen | spricht mit Rhorax, ehe sie eine Bewegung in der Ferne entdeckt | geht ihr nach & findet ihren blau-gefilterten Bruder vor | verlässt mit ihm ungesehen den Silberhain] Abschiedspost von der kleinen Verrückten ;(


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