Buch 1: Mythen und Legenden

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Spielleitung
Rat des Widerstands
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Herkunft: Kihromah

Buch 1: Mythen und Legenden

Beitrag von Spielleitung » 11. Juli 2010, 16:47

Mythen und Legenden

Die Geschichte Kihromahs








Am Anfang aller Dinge, als die Sterne geboren wurden und erstes Licht die Dunkelheit durchdrang, war diese Welt nicht mehr als ein den Gewalten ausgelieferter, ausgemergelter Fels auf dem sich nicht einmal der Tod niedergelassen hätte. Die Luft war ein einziger, giftiger Nebel, der sich über alles legte wie ein mottenzerfressener, stickiger Mantel, die sengenden Strahlen der Sonne verbrannten den ohnehin kargen Boden zu Asche, gewaltige Stürme wüteten in der Atmosphäre und die Meere waren nicht mehr und nicht weniger als eine dickflüssige, wabernde und brodelnde Brühe. Ein Ort so lebensfeindlich, dass nicht einmal die widerstandsfähigsten Geschöpfe die wir kennen auch nur einen Atemzug lang dort hätten existieren können. Wer hätte damals geglaubt, dass dies einst unsere Heimat werden würde. Kihromah.

Als die Geister diese Welt auf ihren Pfaden entdeckten, sahen sie sofort das Potential, das in ihr schlummerte. In ihrer Weisheit erkannten sie die spirituelle Energie, die tief im Inneren an diesem Ort gebunden war und entschieden, dass sie freigesetzt werden sollte. Der Plan war gefasst, doch es gab noch viel zu erledigen, bevor sich erstes Leben regen konnte.





Zunächst galt es, Ordnung in das Chaos zu bringen. Für die Geister wäre es ein Leichtes gewesen die wütenden Elemente zu bändigen, ihnen den Zahn zu ziehen und sie zu kontrollieren, doch da sie nur auf der Durchreise waren, galt es Geschöpfen diese Fähigkeit zu geben, die zurückbleiben und diese Aufgabe übernehmen würden. So erschufen sie jene magischen Wesen, die nur wenige je erblickt haben und die, verborgen vor den Augen der Sterblichen, schon seit Anbeginn der Zeit existieren. In ihnen bündelten und verschlossen sie die Kräfte der tobenden Natur.


Skadi – Herrin der Gewässer, der Gezeiten und des Eises

Diese fünfköpfige Hydra kontrolliert alles Wasser der Welt, egal ob Meer oder See, Fluss oder Quelle. Sie ist die Wildeste der Elementbestien und grausam wenn es jemand wagt, ihren Einflussbereich zu stören, dennoch auch zugänglich, wenn man ihr mit Respekt und Ehrfurcht begegnet. Die meiste Zeit schläft oder ruht sie unter der wogenden Wasseroberfläche, begutachtet das Treiben oberhalb durch den Schleier des nassen Elements und überdauert geduldig die Zeit.


Re – Herr des Himmels, der Winde und Stürme

Durch Wolken tauchend, am Horizont schwebend und schnell wie ein Blitz über den Himmel fegend regiert dieser Greif sein Reich. Die Welt von oben betrachtend gibt es nichts, das seinem Blick entgeht. Es heißt wo ein Gewitter tobt, Sturmböen wehen und Blitze niedergehen sei er nicht weit. Als stiller Beobachter hat er über die Zeit einen Wissensschatz über die Welt gesammelt, der sich nicht vergleichen lässt. So weise und beherrscht er auch ist, so listig kann er auch sein.


Vul’Canos – Herr der Sonne, der Flammen und der Felsen

Als Kontrolleur des Feuers und Gesteins, den Grundfesten der Welt die alles zusammenhalten, verkörpert dieser Kerberos ein sowohl zerstörerisches als auch unabdingbares Element. Seine drei Köpfe bescheren ihm ein wechselhaftes Gemüt, das von ruhiger Vernunft bis zu unbändigem Zorn reicht. In Schluchten, auf Bergpfaden und den höchsten Felsklippen soll er sein Zuhause haben und an manchen Tagen gar das schaurige Heulen dieser Bestie durch die Berge hallen.


Luna – Herrin des Mondes, der Fauna und Flora

Ein mystisches Licht umgibt dieses Einhorn wenn der Vollmond vom wolkenfreien Firmament auf es hinab scheint. Als Herrscherin aber auch Schutzpatronin über alles Lebendige wandelt Luna durch die lichten und dunklen Wälder Kihromahs. Vor den neugierigen Blicken der Sterblichen wohl verborgen, begleitet sie deren Schicksal von den ersten, ungeschickten Schritten bis hin zum Übergang in die jenseitige Welt. Gutmütig und fürsorglich begegnet sie den Geschöpfen der Welt wie eine Mutter ihren Kindern.





Nachdem das Chaos sich langsam gelegt, Kihromah sich durch den Einfluss der Element-bestien mehr und mehr gewandelt und langsam alles die Gestalt angenommen hatte, in der wir unsere Welt heute noch erleben, war unsere Heimat bereit Lebewesen zu empfangen und zu beherbergen. Die Geister schufen aus den Ressourcen der Erde, der Luft und der Meere Urwesen, gaben ihnen Form und Gestalt, umhüllten sie mit Fell, Schuppen, Federn und Chitin und erfüllten sie mit Teilen ihrer eigenen Essenz, als auch der Essenz Kihromahs. So entließen sie ihre Geschöpfe, Säuger und Vögel, Fische und Amphibien, Insekten und Reptilien, Tiere mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und Eigenschaften, sich gegenseitig ergänzend, hinaus in die Weite Kihromahs um jeden Winkel zu bevölkern. Aus diesem Grund sind wir alle zugleich Kinder der Geister als auch der Welt auf der wir leben.

Zuletzt wählten sie aus den neu entstandenen Arten eine aus, über die anderen zu wachen, das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Geschöpfen zu wahren und dafür zu sorgen, dass keine Spezies sich je über alle anderen erheben, ihre Existenz gar bedrohen sollte. Die Drachen. Zurückhaltend und für sich bleibend sollten sie zwar als Wächter und Beschützer über den anderen Tieren stehen, ihren ansonsten gleichwertigen Platz an deren Seite jedoch erkennen und akzeptieren. Um ihre Aufgabe zu erfüllen erhielten sie die kräftigste Gestalt, um ihr Schicksal zu begreifen und ihre Grenzen zu erkennen die größte Intelligenz. Einzig die Elementbestien sind ihnen überlegen und vor allem die Herrin Luna beobachtet seit jeher das Treiben der Drachen mit größtem Interesse, fühlt doch auch sie sich dem Wohl der Lebewesen gegenüber verpflichtet. Die Anzahl der Drachen auf dieser Welt ist gering, nur alle zweitausend Mondzyklen, so heißt es, schlüpfe ein Welpling. Einzig dem hohen Alter das die geflügelten Echsen erreichen ist es zu verdanken, dass sie im Laufe der Zeit nicht vom Antlitz der Welt verschwunden sind.

Als letzten Endes alles ins Gleichgewicht gebracht war und die Aufgaben, die die Geister für kurze Zeit übernommen hatten, weitergereicht waren, verließen sie Kihromah wieder und setzten ihre Reise auf den unendlichen Pfaden durch Raum und Zeit fort, zufrieden mit dem was sie vollbracht hatten. Die Welt war fortan sich selbst und ihren Beschützern, den Elementbestien und Drachen, überlassen. Zeit verstrich, Erinnerungen verblassten und wurden zu Legenden, bei manchen von einer Generation zur Nächsten weitergereicht, bei anderen in Vergessenheit geraten. Einige Geschöpfe behaupteten letzten Endes gar, dass die Sagen um die Schöpfung, die Erschaffer des Lebens auf dieser Welt und ihren Beauftragten nichts weiter seien als Märchengeschichten, denn schon seit unzähligen Mondzyklen hatte keiner mehr das Antlitz eines dieser mystischen Wesen erblickt. Sogar die Drachen schienen vom Erdboden verschluckt.





Die Tage kamen und gingen, kleinere Unregelmäßigkeiten kamen auf, wurden angegangen und bewältigt. Alles in allem war es eine friedliche Zeit. Das Gleichgewicht Kihromahs blieb erhalten, nicht zuletzt durch gelegentliche Eingriffe der Drachen ins Geschehen der Welt, wenn auch zumeist im Schatten. Doch je mehr Zeit verstrich, desto unzufriedener wurden einzelne der großen, fliegenden Echsen. Ihr Dasein schien ihnen zu trist, zu begrenzt und unbedeutend. Einige waren der Ansicht, das Schicksal der Drachen als den Tieren gleichgestellte Geschöpfe könne nicht für ewig bestimmt gewesen sein. Es müsste der Lauf der Natur sein, dass sich die Stärkeren über die Schwächeren erheben und herrschen. Andere Drachen hielten dagegen, standen treu zu ihrer überlieferten Aufgabe und fanden sich mit ihrem Platz in der Welt und ihrem Schicksal ab. Nach und nach bildeten sich zwei Parteien heraus und unbemerkt von den anderen Geschöpfen Kihromahs entbrannte ein ernster Konflikt. Zunächst verschwanden einzelne Drachen ohne eine Spur des Verbleibens. Vermutungen kamen auf, sie seien von ihresgleichen ermordet worden, Streit entflammte, bald darauf fanden sich ganze Gelege zerstört und es dauerte nicht lange, da uferte der Zwist aus.

Der Aufgabe treue Wächter kämpften gegen sich von ihrem Schicksal befreien wollende, machthungrige Abtrünnige. Innerhalb von wenigen Tagen fielen unzählige Drachen den brutalen Kämpfen zum Opfer. Klauen durchbohrten Schwingen und Schuppen, Zähne bohrten sich in Hälse von Artgenossen und Blut vermischte sich mit dem Blut von Brüdern und Schwestern. Dieser Krieg hält bis zum heutigen Tage an und hat die Drachen inzwischen fast ausgerottet. Wenige Tiere sind übrig geblieben, arbeiten inzwischen im Verborgenen gegeneinander. Die ihrer Aufgabe wohlwollend gesinnten sind kaum mehr in der Lage diese zu erfüllen und das Gleichgewicht der Welt steht auf Drachenzahns Spitze und wankt. Wann schnappt das Maul zu und bringt es zum kippen? Es ist nur eine Frage der Zeit.





Unbekümmert und unwissend über alles, was hinter dem für das Auge Sichtbaren geschah, entwickelten sich die Tiere weiter, siedelten sich in ihren Bedürfnissen entsprechenden Terrains an, gründeten Rudel, Herden, Familienverbände und Gemeinschaften, führten kleinere, unbedeutsame Zwiste, neckten sich hier und da, lebten jedoch im Großen und Ganzen in Ruhe und Frieden. Als Gerüchte aufkamen von einer Bedrohung im Osten, glaubten viele zunächst ihren Ohren nicht und hielten das Ganze für nicht mehr als Schauermärchen. Riesige Insektenwesen, gruselige Käfer so groß wie Säuger, die andere Wesen angreifen, töten und sich wie ein Parasit ausbreiten würden, sollten wie aus dem Nichts aufgetaucht sein. Es dauerte eine Weile und benötigte Berichte von ersten Flüchtenden, die Angriffe erlebt und überlebt hatten, ehe den Gerüchten nach und nach Glauben geschenkt wurde. Es gab sie wirklich: Die Ska.


>>> Weiter geht es im Abschnitt "Alles über die Ska".

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