Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

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Spielleitung
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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Spielleitung » 24. Juni 2019, 20:15

UPDATE:
Unerwarteter Besuch

Während so mancher der Gruppe unlängst bemerkt hatte, dass der Pfad dem sie folgte sich verändert hatte und jeweils auf seine ganz eigene Art darauf reagierte, gab es jemanden, den all dies nicht kümmerte. Für ihn war der Geisterwald ein Wald wie jeder andere, ein Ort zum Umherstreifen und Jagen. Farlan, ein betagter, grummeliger Wolf aus den nördlichen Graubergen, Kämpfer, Grübler, Wanderer, hatte sich am Morgen auf gemacht an just diesem Ort sein Frühstück zu finden. Anfangs konnte man vielleicht noch meinen die Beute verstecke sich einfach zu gut, doch inzwischen musste auch dem stursten Dickkopf und Leugner jedweder Fantastereien klar geworden sein, dass dies kein Ort wie jeder andere war. Die Abstinenz jedweder Fährten, Spuren und Gerüche, dem Schwirren der Insekten, allgemein allem was einen Wald auch nur im geringsten Lebendig wirken lässt, war allgegenwärtig.

Anders als die Widerstandstruppe hatte Farlan keine Einweisung erhalten, wie sie Tamtam der Otter ihnen mit auf den Weg gegeben hatte, so dass er schon aufgebrochen war, noch ehe die Sonne vollends über den Horizont gekrochen war. Er hatte sich ganz einfach eine eigene Route durch den Wald gesucht, abseits aller Pfade. Querfeldein hinein ins Unbekannte. Und auch wenn der Rüde einfach seiner Nase gefolgt und wenig nach links oder rechts ausgeschwenkt war, so hätte er nach einer Weile schwören können, immer und immer wieder im Kreis gelaufen zu sein. Ein Baum sah aus wie jeder andere und jeder Stein, der irgendwo herum lag, genau so wie ein anderer, an dem man kurz zuvor schon einmal vorbei gekommen war.

Eine helle, aufgeregte Fuchsstimme war so ziemlich das Erste, das die Stille des Waldes durchbrochen und seinen Weg in den Lauscher Farlans gefunden hatte. Neugierig und immer noch hungrig folgte der Rüde den Geräuschen und Gerüchen, die ihm mitteilten, dass die Füchsin nicht alleine war. Fuchs, Puma, Bär, einiges kam dort zusammen.

Die Gruppe andererseits konnte, wenn sie ihre Aufmerksamkeit über den Wald schweifen ließ, vielleicht bemerken, dass sich ihnen aus dem bisher so unscheinbar wirkenden Unterholz ein struppiger, schwarzer Schatten näherte. Laub raschelte leise, während Nyala sich bemühte, die Aufregung die Yaize ergriffen hatte zu zähmen.

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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Farlan » 12. Juli 2019, 10:36

Hunger. Dieser infernalische Hunger! Und wenn er ein Gesicht gehabt hätte, oh ja, er hätte wie er höchstselbst ausgesehen: Farlan!
Da konnte man ja nur grummelig sein, wenn sich allerorten nichts auftat. Und dann noch dieses blöde Gefühl, ständig im Kreis unterwegs zu sein und jedes Bäumchen so anzusehen, als habe er das doch schonmal gesehen. Nun war Farlan kein Stinowolf, der jedes Bäumchen zu markieren gedachte, somit schien diese Form schon einmal aus. Nein, er musste sich weiter auf sein Gefühl verlassen – aber auf das schien auch kein Verlass mehr zu sein.

Das Gefühl mochte ihn trügen, aber er war mit einem Male nicht mehr alleine – zumindest verrieten Nase und auch die halbtauben Lauscher, dass es hier irgendwo ein mächtiges Palaver geben musste! Also beschleunigten sich die etwas haarig wirkenden Schritte des Unikums, das dennoch genau aufpassen musste, wo es hintrat, um nicht aus der Bahn geworfen zu werden. Vor allem aber musste er sich bemühen, nicht wieder gefühlt etliche Male im Kreis zu laufen! Das wiederum fiel dem Schwarzfell mit grauen Abzeichen dann doch ein wenig leichter als gedacht….

….und da hielt er auch schon inne! Aus den leisen Stimmen, die er ebenso geträumt hatte haben können, wurden lautere! Und was keifte denn da in aller Unbeflissenheit?! Wie unhöflich! Wobei es sicher nicht aus Unhöflichkeit zu moppern schien, wie es dem Rüden sicher sehr bald wie Schuppen von den Augen fallen würde – jetzt aber erreichte er erst einmal das kleine Vorfeld, feststellend, dass seine Deckung mit einem Male weg war. Und nicht nur weg, sondern GANZ weg!

„Aiaiai….was zum….zur….“ brachte Farlan nur hervor und beschloss, auf dem Absatz kehrt zu machen. Aber irgendetwas, so schien es, hielt ihn an Ort und Stelle und verhinderte, dass er schnellstens verduftete.

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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Raaka » 24. Juli 2019, 19:38

Nicht nur, dass dieser Wald eine abartige Farce mit ihnen spielte und den Weg vor ihnen mehr und mehr in einen Irrgarten verwandelte, nein, scheinbar begann er nun auch, ihnen nach und nach den Verstand zu rauben. Rotnase Yaize war die erste, die davon betroffen war und auch wenn Raaka sich zuerst von den emotionalen Ausbrüchen hatte mitreißen lassen, so drängte ihn doch, irgendwo tief in seinem Kopf, sein Verstand, sich nicht auch noch anstecken zu lassen. Er lauschte den Worten, während er auf einem der knorrigen Äste Platz genommen hatte, machte sie seinen eigenen Reim auf das Gesagte, hob dabei jedoch den Blick gen Himmel – oder zumindest die Fetzen davon, die durch das dichte Geäst zu sehen waren – als würde dieser ihm dabei helfen, nicht selbst dem Wahnsinn zu verfallen. So hatten doch einen Auftrag, eine Mission. Und man hatte sie vorgewarnt, dass es nicht einfach werden würde. Aber war nicht er der selbsternannte Meister des Rätselratens? Die sich ändernden Wege, die mysteriösen Markierungen und schließlich der unheimliche Drachenatem – alles Rätsel, die nur darauf warteten, gelüftet zu werden und an deren Lösungsweg hoffentlich am Ende der weiße Rabe saß. Sie durften jetzt nicht aufgeben und schon gar nicht – wenn er so die aufgebrachte Füchsin betrachtete – zusammenbrechen!

Glücklicherweise kümmerte sie Wolkenwölfin Nyala bereits um das Sorgenkind und der Rabe konnte nur hoffen, dass ihre wohl beabsichtigt barsch gewählten Worte ihren Zweck erfüllten. Dem Schwarzen jedenfalls hätten sie in dieser Situation sicherlich geholfen, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. So sehr jedenfalls, wie das auch ein Baumstamm gegen den Kopf schaffte. Sein Blick haftete einen Moment lang auf Kailan, deren Rat, weiterzugehen, er gerne beherzigen wollte. In seinem Schwingen spannten sich bereits die Muskeln, bereit, sich von dem Ast zu stoßen und endlich voranzukommen. Je schneller, desto besser. Doch noch ehe der tragende Lufthauch auch nur eine seiner Federn strich, zog eine Stimme, die Raaka zuerst und auch nach weiterem Nachdenken nicht zuordnen konnte, seine Aufmerksamkeit auf sich.

Viel hatte der Fremde, auf den die Rabenaugen schlagartig gerichtet waren und der Abseits jeglicher Deckung beinahe schon tolldreist vor ihnen stand, nicht gesagt. Trotzdem entrann der Kehle des Gefiederten ein protestierendes Keckern, teils aus Schreck, teils aus Überforderung mit ihrer gegenwärtigen Situation.

„Wolf!“,

brachte der schwarze Vogel noch heraus, um seine Mitstreiter, obgleich sie dessen Anwesenheit auch schon längst bemerkt haben mussten, zu warnen.

Nein, sie hatten nicht den Wolkenraben gefunden. Vielmehr glich dieser zottelige Geselle einer Gewitterwolke und das konnten sie gerade eben womöglich am wenigsten gebrauchen. War das ein neuer Trick des Waldes? Ein neues, gefährliches Rätsel? Oder hatten sie hier wirklich nur einen armen Irren vor sich, der sich in diesem Wald verlaufen hatte? Aber war das überhaupt möglich, sich hier zu verlaufen und dann irgendetwas oder irgendjemanden zu finden?

[ auf nem Ast | beobachtet Yaizes Ausbruch | versucht cool zu bleiben | bemerkt Farlan ]

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Re: Kapitel 6: Die Kraft der Elemente

Beitrag von Lucien » 9. August 2019, 09:28

Es war wie ein Kreis. Wieder und wieder liefen sie die selben Bäume, die selben Wege, die selben Gerüche und Geräusche. Er hatte noch nie erlebt das etwas so wiederholend, so sehr übereinstimmend war wie dieser Wald. Und diese Gleichheit brachte den Adler zu der Überzeugung das der Wald sie nur testen wollte. Lucien war überzeugt davon - irgendwo, ganz tief in dem braun gefiederten Kopf - das es egal war welchen Weg sie einschlugen, es war nur wichtig weiter zu gehen. Dem Weg zu folgen und zu zeigen das sie sich nicht klein kriegen liesen - leider schien es dem Adler so dass es die anderen nicht alle ähnlich sahen. Es kam was kommen musste und Yaize schien auszusprechen was so viele dachten: Es war alles sinnlos. Doch der Fuchs endete in einer Panikattacke.
Lucien hüpfte - seine Bewegungen auf dem Boden konnte man kaum anders nennen - auf den Fuchs zu und legte den Kopf leicht schief.

"Wenn du dich wirklich in einem Erdloch verbuddelst komm ich mit, dann bist du nicht alleine. Und da entwickeln wir dann einen Schlachtplan wie wir den verfluchten Otter und seine Regeln ausschalten können.", seine Stimme hielt er bewusst ruhig und versuchte Yaize darüber zu beruhigen ihre Ideen zu unterstützen - und wer weiß, vielleicht war Einbuddeln in ein Erdloch ja gar nicht so falsch?! "Und schau mal, Yaize, wenn wir das hier geschafft haben - und ich bin sicher wir schaffen das! - dann kannst du diesem Fuchs, dessen Namen nicht genannt wird, solltest du ihm jemals wieder begegnen klar machen das er die obercoolste Mission überhaupt verpasst hat! Das wir es ohne ihn geschafft haben. Wenn wir den weisen Raben finden und dieser uns eine Lösung bietet - dann hast du geholfen die Ska endgültig zu vernichten und er nicht. Aber dafür müssen wir den Schlachtplan und das Erdloch noch warten lassen."

Der Adler schaute Yaize nochmal kurz an und seine Augen funkelten leicht ob der Worte die er an die Füchsin gerichtet hatte. Ein letzter Blick dann bewegte er sich wieder nach vorne zurück. Am liebsten würde er über die Baumwipfel, er hasste das Gefühl unter den Bäumen eingesperrt zu sein. Er brauchte den Luftraum, die Freiheit des Himmels wie andere die Luft zum Atmen. Kurz bevor er bei Raaka ankam hörte er Geräusche und den Ausruf des schwarz-gefiederten und richtete seinen Blick auf das Tier was plötzlich vor ihnen Stand als hätte der Wald es persönlich ausgespuckt. Ausgemerkelt, schwarzes Fell, graue Schnauze.

"Du!", entfuhr es dem Adler vollkommen perplex. Es war der Wolf von der Hasenjagd. Der Tag als 3 vollkommen unterschiedliche Tiere ausgerechnet das selbe Tier bzw. den selben Bau zur Jagd aufsuchten.
[spricht auf Yaize ein | entdeckt und erkennt Farlan]

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